Andreas Brandhorst Eternia-Trilogie 1
Eternia
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»Eternia« (Eternia-Trilogie 1) von Andreas Brandhorst
Nach der endgültigen Zerstörung der Erde, findet die Menschheit ein neues Zuhause in den Weiten des Weltalls . Statt zu zerbrechen und aufzugeben, erholt sich Bevölkerung rasend schnell und besiedelt das All und die Planeten, auf denen Leben möglich ist.
Doch es gibt mehr als nur Menschen. Viel mehr. Und alles möchte erforscht werden. Denn die menschliche Natur ist von Neugierde geprägt; und von Gewalt, Zerstörung und Machtgier.
Nach siebentausend Jahren steht die Menschheit wieder an einem Scheideweg. Wer wird sie führen: Eine Maschinenintelligenz, ein Mensch geprägt von Frieden oder eine Herrscherin, die seit Jahrtausenden an der Macht klebt?
Das Cover zeigt die Weiten des Alls und das Ghostly. Eine Anomalie, dessen Ursprung keiner bisher ergründen konnte. Bedrohlich, einzigartig, fremd.
Ich finde das Coverbild sehr ansprechend zum Inhalt des Buches gewählt und fühlte angezogen. Angezogen, die Geheimnisse zwischen den Buchdeckeln zu ergründen.
Andreas Brandhorst entführte mich gekonnt in die Unendlichkeit des Weltalls . Er schildert die Weiten der mir völlig unbekannten Planeten, Sonnen und Galaxien anschaulich, so dass ich mich sofort dorthin versetzen konnte. Leider muss ich sagen! Denn ich fand diese dunklen Weiten erschreckend und hatte stets das Gefühl, verloren gehen zu können. Mir macht diese Unendlichkeit Angst. Denn wie schnell man sich tatsächlich verlieren kann, schilderte der Autor mehr als Anschaulich.
Eine Abweichung, ein kleiner Fehler und schon stürzt das Raumschiff ab. Auf einem Planeten, der zwar menschliches Leben ermöglicht, dessen Bewohner allerdings absolut feindselig und erschreckend brutal sind. Wie soll dort ein kleines Mädchen von sieben Jahren überleben?
Vielleicht gelingt ihm das Leben ebenso leicht, wie einem Jungen, der sich in der Maschinensprache Z verliert. Zwischen Bits und Bytes findet Marek dort ein Leben und eine Ausdrucksweise, die ihm bisher fremd war. Und doch fühlt er sich geborgen, sieht die Möglichkeiten, die Chancen und greift wagemutig zu.
Dies alles und noch viel mehr ist in Eternia möglich. Einer Welt, die sich neu erschaffen musste, nachdem die Erde zugrunde ging. Geführt seit siebentausend Jahren von der Souveränin Amaya Mo. Dank immer weiter durchgeführten lebensverlängernden Behandlungen, scheint ihr auch eine weitere Amtszeit von tausend Jahren in greifbare Nähe.
Voller Staunen ließ ich mich in den technischen Teil der Geschichte entführen. Was alles plötzlich möglich ist, wenn man muss und vor allem will! Raumschiffe, Terraforming, schier ewiges Leben und vieles mehr. Allein die Beschreibungen des Autors sind schon ein Erlebnis!
Hauptsächlich geprägt ist dieses Buch von drei starken und sehr unterschiedlichen Charakteren, die mir alle außerordentlich gut gefallen haben! Sie hauchen dem Buch Leben ein und geben der Handlung einen besonderen Kick, der das Lesen für mich noch interessanter gestaltet. War ich geistig bei den technischen Beschreibung oft raus, da ich sie einfach nicht verstand und schließlich einfach als gegeben hin nahm, sind die Gefühle der Protagonisten für mich stets nachvollziehbar. Und viel wichtiger: Nachfühlbar. Hass, Neid, das Streben nach Glück, Frieden und Einigkeit, all das und vieles mehr fand ich zwischen den Seiten.
Und doch hatte ich stellenweise das Gefühl, dass Andreas Brandhorst mit angezogener Handbremse scheibt. Mir fehlte die Aktion, das los lassen von der Vorstellung. Auch wenn dies immer wieder geschah, für mich jedoch leider was kurz. Deswegen empfand ich einige Passagen als langatmig. Und trotzdem freue ich mich auf den nächsten Teil und bin gespannt, wie sich alles weiter entwickelt und ob die Zukunft wirklich schon feststeht und doch eher in den Sternen steht!