•  
    Leseliste
  •  
    Vogemerkt
  •  
    Rezension
  •  
    Gelesen
  •  
    Neu

Wesley Chu

Die Wiedergeburten des Tao

  • Autor:Wesley Chu
  • Titel: Die Wiedergeburten des Tao
  • Serie:
  • Genre:
  • Einband:Taschenbuch
  • Verlag:FISCHER Tor
  • Datum:23 Februar 2017
  • Preis:9,99 EUR

 
»Die Wiedergeburten des Tao« von Wesley Chu


Besprochen von:
 
Korlat
Deine Wertung:
(4.5)

 
 
Seit der Offenbarung der Existenz der Quasing ist der Machtkampf zwischen den Prophus und den Genjix, den beiden verfeindeten Quasing-Fraktionen, auch für die Menschen sichtbar. Die Genjix haben sich in Asien und Russland festgesetzt, die Prophus überwiegend im Pazifik und in Afrika. Immer noch verfolgen die Genjix ihre Pläne, die Erde so zu verändern, dass sie hier leben können, was gleichzeitig das Ende der Menschen bedeutete.

Der Quasing Tao, der einige Jahre in Roen gelebt hatte, wechselte bei dessen Beinahe-Tod zu seinem Sohn Cameron über. Er bildet ihn aus, wie er es bei allen seinen Wirten tat und Cameron ist jetzt, mit 15 Jahren, in besserer Verfassung als es sein Vater je war. Jill, Roens Frau und Camerons Mutter, befehligt eine kleine Profus-Basis und muss immer wieder zusehen, wie ihre Prophus immer weiter an Einfluss verlieren. Sie nimmt Quasing aus Russland und Asien auf, die vor den dort herrschenden Genjix fliehen.

Mit der letzten Gruppe kommt eine Wissenschaftlerin, eine wichtige Frau für die Prophus. Aber auch Alex kommt und die Hormone des jugendlichen Cameron geraten erstmals in seinem Leben durcheinander. Tao bringt Cameron bei, wie man sich benehmen muss, um Mädchen zu beeindrucken. Nun – es geht nicht so gut, wie er hofft.

Natürlich geht nicht alles glatt mit der neuen Gruppe von Flüchtlingen. Wieder muss Roen gemeinsam mit alten Bekannten als Agent der Prophus handeln. Dieses Mal mit Cameron an seiner Seite.

Der Autor ist mit seiner Geschichte gewachsen. Auch der dritte Band bietet vergnügliche Unterhaltung, ohne besonderen Tiefgang vorzuspielen. Die Weiterentwicklung der bekannten Figuren ist genauso wichtig wie das Vorantreiben der Handlung. Es wird Spannung aufgebaut und selbst in den schwierigsten Situationen schwingt Humor durch die Dialoge.

In diesem Band können wir Gespräche zwischen Tao und dem halbwüchsigen Cameron verfolgen. Nachts, wenn Cameron schläft, spricht Tao immer noch mit Roen. Der Autor hat es verstanden, hier die besondere Rolle herauszuarbeiten, die Tao für Cameron spielt. Er spricht oft davon, drei Eltern zu haben. Die Dialoge zwischen Tao und seinem früheren und dem jetzigen Wirt sind unterschiedlich gestaltet und unterhaltsam zu lesen.

Zoras, der mächtige Gegenspieler der Prophus, ist Vorsitzender des Genjix-Rates. Sein Wirt Enzo bekommt in diesem dritten Band mehr Raum. Er bestreitet einen großen Teil der bei den Genjix spielenden Handlung. Er ist einer der Bösen und man merkt es ihm an. Leider gibt es wenige Personen im Roman, die sich nicht automatisch in die Guten oder die Bösen einreihen lassen. Enzo/Zoras macht hier keine Ausnahme.

Immer wieder gibt es für an Geschichte Interessierte Referenzen zu historischen Vorgängen. Wir wissen ja, dass in vielen bedeutenden Wissenschaftlern und historisch wichtigen Staatsmännern und –frauen ein Quasing steckte. Sogar Religionen wurden von den Quasing gegründet.

Die Serie endet mit diesem Band. Das Ende ist zwar abgeschlossen, ließe aber genügend Raum für eine Fortsetzung. In einem hypothetischen nächsten Band könnte die Wende im Kampf zwischen den beiden Quasing-Fraktionen eintreten. Möglicherweise könnte es auch zu einer offenen Zusammenarbeit zwischen Menschen und Prophus kommen. Das wird am Ende des dritten Bandes angedeutet. Mal sehen. Es hat jedenfalls Spaß gemacht bis hierher.
 
 
 


Mehr Rezensionen von Korlat