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Maxi Forteller

Lex Falkner
Bruderkrieg: Lex Falkners Abenteuer 2


 
»Bruderkrieg: Lex Falkners Abenteuer 2« (Lex Falkner) von Maxi Forteller


Besprochen von:
 
Lanara
Deine Wertung:
(4)

 
 
Nach dem Kampf mit dem Feuerdämon ist Lex im wahrsten Sinne des Wortes ziemlich zerschlagen. Sein Bein macht Probleme, so dass er seinen Job an der Uni immer noch ziemlich vernachlässigen muss. Und seine Magie scheint verschwunden zu sein. Was ihn insgeheim freut, wünscht er sich doch nichts mehr als ein normales Leben mit einem normalen Alltag und Freunden. Helmut dagegen ist davon überzeugt, dass Lex‘ Zugang zur Magie nur verschüttet ist und will natürlich weiterhin mit ihm üben. Als Lex überraschend von seinem Chef gebeten wird, an einer Konferenz teilzunehmen, sagt er freudig zu – rauskommen und was anderes sehen ist für ihn eine willkommene Abwechslung. Doch da immer alles anders kommt als geplant steckt er plötzlich mitten drin in einem magischen Kampf: Zwillingsbrüder, deren Lebensinhalt es ist, größtmögliche Macht ihr Eigen zu nennen, bekriegen sich schon seit Jahren und versuchen, sich gegenseitig umzubringen. Als er zufällig mitten in ein Duell der Zwillinge „stolpert“, bricht seine Magie hervor – und fortan steht er im Fokus von Viktor, einem der Zwillinge.

Der zweite Teil der Reihe beginnt erst mal ein bisschen gemächlicher. Lex‘ Leben ist momentan geprägt von Arztbesuchen, Physiotherapie und dem Versuch, endlich seiner Arbeit an der Uni nachzugehen – ohne Magie, ohne Gefahr. Doch da Lex nun mal ein Magier ist, hat er nicht lange Ruhe. In diesem Band kann man spüren, dass Lex sich weiter entwickelt hat. Zuerst beflügelt es ihn, keine Magie mehr zu spüren. Er versucht, sich ein wenig von Helmut abzukapseln, findet in einem Arbeitskollegen einen Freund, verliebt sich sogar ein wenig. Als die Magie dann wieder zurückkommt, nimmt er es gefasst und beginnt auch wieder mit seinem Unterricht. Denn auch wenn er nichts mehr möchte, als normal zu sein, weiß er von seiner Verpflichtung, die Welt vor Magie zu schützen. Ich finde nach wie vor, dass Lex ein sehr sympathischer „Held“ ist, authentisch und nicht gekünstelt. Helmut dagegen fand ich in diesem Band eher anstrengend. Er sieht es als seine Pflicht an, Lex auszubilden und zu schützen – was ja an sich lobenswert ist. Dessen „Abnabelungsversuch“ sieht er nicht gerne und kommt daher größtenteils missmutig und nervig herüber. Karla tritt ein wenig mehr in den Vordergrund und mit Stephan und Marie gibt es zwei Neuzugänge in Lex‘ Freundeskreis.

Ein weiterer Charakter, der bei dieser Geschichte im Mittelpunkt steht, ist Viktor. Er hat mit einem gefährlichen magischen Buch einen Pakt geschlossen: Alles Wissen und alle Macht, damit er seinen Bruder besiegen kann, dem er die Schuld am Tod der Mutter gibt. Ist er zuerst besessen von diesem Kampf, nimmt später Lex den Mittelpunkt seines Strebens ein. Ihn empfand ich als äußerst präsent (klar, ist er doch einer der Hauptpersonen in der Geschichte) und durch die Vielfalt seiner Emotionen und Taten als sehr lebendig. In meinen Augen ein toller und vielschichtiger Mitspieler.

Wie auch schon der Auftakt der Reihe hat mir die Handlung im Großen und Ganzen sehr gut gefallen. Zwischendurch gab es ein paar Längen, aber diese hielten sich in Grenzen (und wen es stört, liest halt mal ein paar Absätze quer).

Fazit:

Solide und schön geschriebene Fortsetzung, die Lust auf weitere Bücher rund um Lex macht.
 
 
 


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