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Rachel Bach

Sternenschiff

  • Autor:Rachel Bach
  • Titel: Sternenschiff
  • Serie:
  • Genre:SF
  • Einband:Taschenbuch
  • Verlag:Heyne Verlag
  • Datum:09 Mai 2016
  • Preis:9,99 EUR

 
»Sternenschiff« von Rachel Bach


Besprochen von:
 
Korlat
Deine Wertung:
(4)

 
 
Seit fünf Jahren arbeitet Deviana Morris als Söldnerin bei der Truppe der Schwarzdrosseln und erhielt dabei viele Auszeichnungen. Nun will sie in die Leibtruppe des Königs von Paradox aufgenommen werden, den Devastoren. Doch die Anforderungen sind hoch. Die freie Position eines Sicherheitsbeauftragten auf dem Raumfrachter von Kapitän Caldwell könnte eine Chance sein, die Aufmerksamkeit der Devastoren zu erregen – vorausgesetzt, sie überlebt die Gefahren der Stellung, denn einige der letzten Sicherheitsbeauftragten auf Caldwells Schiff verschwanden spurlos.

Mit dem Raumschiff und seiner gemischten Besatzung geht es in Richtung ihres ersten Ziels, als auch schon ein Angriff von Xith’cal-Piraten erfolgt und das weit außerhalb des Raumgebietes dieser Rasse. Devi und ihr Kollege Cotter können ihn gemeinsam abschlagen. Bei der Landung auf ihrem ersten Zielplaneten bemerken sie, dass ihre Uhren unterschiedliche Zeiten anzeigen. Devi macht sich auf die Suche nach ihrer verspäteten Besatzung und wird prompt wieder in einen gefährlichen Kampf verwickelt. Allmählich merkt sie, dass an dem Schiff und seiner Besatzung vieles nicht so ist, wie es scheint. Sie lernt, dass es noch andere Monster gibt und als sie merkt, dass auf ihrem Schiff auch eines ist, ist es beinahe zu spät..

Kommentar:

Paradoxier sind besessen von allem Militärischen. Ihre Waffen und ihr Kampfanzug sind beinahe persönliche Freunde und tragen Namen. Bereits in der Schule beginnt Devi, durchaus begeistert, eine Grundausbildung an den Waffen und verdient ihr Geld in den kommenden Jahren als Panzersöldnerin. Sie besitzt einen auf sie persönlich zugeschnittenen Kampfanzug und an ihre Fähigkeiten angepasste Waffen. Ihr Ehrgeiz treibt sie auf die Narr. Sie möchte den Devastoren angehören. Bei dieser Truppe wird man nur eingeladen, man kann sich nicht bewerben. Devi ist eine taffe Heldin, die manches Mal unüberlegt zuerst schießt und erst dann eine Situation hinterfragt.

Es gibt vier bekannte raumfahrende Rassen: Menschen, Äons Xith’cal, Lelgis, die in ihrer Unterschiedlichkeit ausführlich geschildert werden. Die Besatzung der Narr setzt sich aus drei Rassen zusammen:
Ren, Tochter des Kapitäns
Rupert, Koch
Kapitän Brian Caldwell
Cotter, zweiter Paradoxier, Sicherheitsbeauftragter
Basil, Navigator, ein Äon
Hyrek, ein Xith’cal, Bordarzt
Mabel Cobb, Terranerin, Maschinen und Fracht
Novascape (Nova) Starchild, Sensoren und Energieversorgung
und auch noch: Pickers, die Katze
Es stellt sich heraus, dass einige der Besatzungsmitglieder nicht das sind, was sie zu sein scheinen. Hier erweist sich Devis Hartnäckigkeit als Segen und Fluch zugleich, weil sie ihre neugierige Nase wieder einmal in Dinge steckt, die sie besser nicht wüsste.

Viel rankt sich um die Verschiedenartigkeit der Besatzungsmitglieder. Dies wurde in den letzten Jahren in Büchern und Filmen als gutes Mittel entdeckt, um schon durch die Zusammensetzung einer Gruppe einige Handlungsdynamik zu erzeugen.

Fazit:

Die Story ist flott erzählt ohne großen Tiefgang. Nicht alle Geheimnisse werden gelüftet. Das Buch endet mit einem bösen Cliffhanger, der Lust auf die Fortsetzung macht.

 
 
 
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    2017-06-01
    Na ja, eher nicht. Die Story um eine (Spoiler!) supertaffe Heldin, die sich in den erotisch aufgebrezelten Schiffskoch verknallt und der (Spoiler!!) nicht das ist was er zu sein scheint, wirkt aufgesetzt und vorhersehbar. Es sind deutliche Anleihen bei Ann Leckies \"Imperial Radch\"-Trilogie zu erkennen, ohne jemals nur ansatzweise deren Tiefe zu erreichen. Der einzige wirkliche Lichtblick ist der Bordarzt, der eine zunehmende Veränderung bei der Hauptperson bemerkt, nachdem sie mit ihrem Schmachtklops (Spoiler!!!) dann endlich auch mal Sex hatte. Und nein, es wird natürlich nicht verraten, was die Veränderung ist. Wäre ja ein Spoiler. Den wollen wir vermeiden, nicht? Wer auf SF ohne die Vorzeichen \"Hard\", \"Military\" oder \"tiefgehend\" steht und Popcornkino in Papierformat haben möchte, bei dem er nicht nachdenken muss, ist bei Rachel Bach prima aufgehoben. Zumindest bei der deutschen Übersetzung. Für alle Anderen: Langweilig bis Ärgerlich. Ab Seite 15 ist der Roman zu Ende.


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