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Marko Kloos

Alien Wars 3
Sonnenschlacht

  • Autor:Marko Kloos
  • Titel: Sonnenschlacht
  • Serie:Alien Wars 3
  • Genre:SF
  • Einband:Taschenbuch
  • Verlag:Heyne Verlag
  • Datum:13 Juni 2016
  • Preis:8,99 EUR

 
»Sonnenschlacht« (Alien Wars 3) von Marko Kloos


Besprochen von:
 
Korlat
Deine Wertung:
(4)

 
 
Im dritten Band der Alien Wars-Serie hat die Invasion der Lankies auf dem Mars zu einer vorübergehenden Einigkeit der verfeindeten Truppen der Erdstaaten geführt, zumindest auf den Kolonieplaneten. Andrew Grayson, einige Militäreinheiten und die anderen Flüchtlinge hängen auf New Svalbard fest. Dies sind zu viele Menschen, als dass die kleine Kolonie sie ernähren könnte. Sie müssen zurück zur Erde.

Eine kleine Gruppe erkundet mit der Indianapolis den Weg zurück durch den Transitionspunkt zur Erde, vorbei an den Lankie-Schiffen. Sie entkommen nur knapp einem Beschuss und suchen eine Reparaturwerft auf. Auf dieser nicht-militärischen Station geht Seltsames vor. Man will die Indianapolis und ihre Besatzung nicht mehr weglassen. Ihnen gelingt die Flucht. Auf dem Rückweg nach New Svalband entdecken sie eine Ansammlung mehrerer brandneuer Erdraumschiffe, die einen unbekannten Transitionspunkt nutzen und aus dem System verschwinden. Offenbar sind hier mehrere Tausend Menschen geflohen und haben die Erde ohne nennenswerte militärische Verteidigung zurückgelassen.

Die Indie zeigt nun den in New Svalbrand gestrandeten Schiffen den Weg ins Sonnensystem. Sie nutzen die Unterstützung einer auf dem Mond stationierten Pilotenausbildungsschule, um alle Flüchtlinge zur Erde zu bringen. Andrew und Hally sehen sich wieder und heiraten. Ein Lankie-Saatschiff nähert sich der Erde. Mit letzter Kraft und vielen Opfern wird das Saatschiff zerstört. Der nächste Schritt ist klar – der Mars muss zurückerobert werden.

Kommentar:

Bereits die beiden ersten Bände werden nur aus Andrews Sicht erzählt. So erfahren wir alles, was geschieht, aus der Sicht eines Soldaten. Er verfügt nicht über alle Informationen, denn das militärische Netz wird zensiert. Dies führt dazu, dass wir fast nichts über die politische Situation auf der Erde wissen. Nur der Standpunkt der kleinen Leute, die keinen wirklichen Einfluss auf das Geschehen haben, ist wichtig. Nur sie sind von den schlimmeren Auswirkungen des Krieges betroffen. Hohe Militärs und Funktionsträger fliehen sogar und überlassen die Bevölkerung ihrem Schicksal. Wir erfahren auch, wie Andrew versucht, wenigstens ein klein wenig privates Glück zu erreichen. Seine und Hallys Heirat ist überstürzt und geschieht schnell zwischen zwei Kämpfen.

Es wird immer klarer, dass die Erdstreitkräfte keine Mittel gegen die Lankies haben. Jeder getötete Lankie kostet zu viele Opfer auf der eigenen Seite. Trotzdem denken Andrew und seine Kameraden nicht ans Aufgeben. Schlimm sind die Szenen, als die Schiffe zur Erde fliegen und sie unterwegs die Notrufe der Menschen, die noch auf dem Mars leben, empfangen. Sie können nicht helfen. Ihre Entschlossenheit, die Lankies wie auch immer zu besiegen, wächst durch dieses Erlebnis.

Die Zusammenarbeit der bisher verfeindeten Militärs der großen Staatssysteme entsteht aus einer Notsituation und geht von unten aus. Es ist klar, dass den Regierungen das nicht gelungen wäre. Beispiel für die neue Zusammenarbeit ist die sich entwickelnde Freundschaft zwischen Andrew und Dimitri, dem Gefechtskontroller eines russischen Schiffes.

Wir lernen eine weitere Gruppe kennen, die sich nicht an die alten Regeln hält. In den Ghettos der Armen hat sich die Lazarus-Armee gebildet. Sie versucht, die Ordnung aufrecht zu erhalten und entwickelt sich langsam zu einer Kampftruppe. Adrew, Hally und Sergeant Fallon, die auch in diesem Buch wieder eine wichtige Nebenrolle spielt, werden gebeten, der neuen Armee beizutreten. Im nächsten Buch werden wir erfahren, wie die Menschheit sich gegen die Lankies auf dem Mars behauptet.

Fazit:

Wieder ein solider, flüssig erzählter Band der Alien Wars-Serie. Die Handlung wird weiter vorangetrieben, die Hauptperson bleibt sympatisch. Ich werde sicher das nächste Buch auch lesen und hoffe, dass wir endlich etwas über die Lankies erfahren und darüber, wie ihnen beizukommen ist..
 
 
 


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