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Christian von Aster

Das eherne Buch: Eine Geschichte vom Ende allen Krieges


 
»Das eherne Buch: Eine Geschichte vom Ende allen Krieges« von Christian von Aster


Besprochen von:
 
Korlat
Deine Wertung:
(5)

 
 
Das Eherne Buch ist ein Schwert, in das alle Geschichten des Landes der fünf Städte geschmiedet wurden. Eine der Geschichten ist die des Schwertes selbst. Der Kriegsgott versprach einst, dass er sein ständiges Schüren des Krieges einstellen werde, wenn im jemand das Schwert überbringt. Der Autor erzählt uns die Geschichte von Jaarn, dessen Bestimmung es ist, das Schwert zum Tempel des Kriegsgottes zu bringen. Sie wird aus drei Perspektiven erzählt, der von Jaarn, einem gerade dem Kindesalter entwachsenen, fast unschuldigen Jungen, der von Zhat Mhaw, der nur die kriegerische Welt kennt und der von Deswyn, die in ihrem Leben den Krieg und den Frieden vereint.

Jaarn verbringt seine Kindheit im Bücherturm der Stadt Girdt- Lhorr, wo alles Wissen verwahrt wird. Hier herrscht das Geschlecht derer von Stahl, deren Thronfolger, so lernen wir es im Prolog, durch Verrat ums Leben kam. Jaarns Leben liegt vor ihm – ein endloses Studium von Geschichten und deren Bewahrung. Dann erfährt er, dass er eine andere Bestimmung hat. Er ist der tot geglaubte dritte Sohn derer von Stahl und soll das Buch aller Geschichten dem Kriegsgott bringen, auf dass endlich Frieden einkehren kann im immer währenden Krieg der fünf Städte. Die Geschichten sind in ein Schwert geschmiedet., dem bei jeder Benutzung als Waffe eine der Geschichten verloren geht. Sie müssen erst wieder eingesammelt werden, bevor das Schwert zum Kriegsgott gebracht werden kann. Eine Aufgabe, die Jaarn mit Unterstützung vieler anderer übernehmen muss. Hier ist besonders der geheimnisvolle Rugk, der Narbige zu nennen, der Jaarn nach und nach zeigt, welche Bedeutung das Buch hat und mit jeder neuen Information auch seine Identität weiter enthüllt.
Zhat Mhaw ist der letzte überlebende General des Keilers, dessen Geschlecht im letzten großen Krieg gegen die von Stahls scheinbar endgültig ausgerottet wurde. Er hat Gveen, eine Tochter des Keilers ausfindig gemacht und zur Rächerin erzogen. Durch den schon im Prolog geschilderten Verrat will er für das Aussterben des Stahl‘schen Geschlechtes sorgen. Er erfährt, dass es einen weiteren Sohn seines Feindes gibt und sammelt Söldner um sich, um Jaarn zu töten und Gveen zum Thron zu verhelfen.
Deswyn ist die dritte Person, aus deren Perspektive die Handlung erzählt wird. Sie ist die Eisenmutter, weil sie Söldnerin ist und gleichzeitig Hebamme der Mächtigen. Ihr Einsatz gilt denen, die sie auf die Welt brachte. So hilft sie auch Jaarn bis zuletzt.

Kommentar
Dem Autor ist mit diesem Buch wieder ein lesenswertes Werk gelungen. Ein junger Held, der an seiner Aufgabe wächst, eine Gruppe von Helfern, ohne die er nicht bestehen könnte, eine klassische Queste, Opfer, Abenteuer und Erlösung – das alles findet der Fantasy Liebhaber in etwas mehr als 300 Seiten.
Die Guten und die Bösen sind niemals eindeutig auszumachen. Dies ist in einer Welt, die seit langer Zeit nur den Krieg kennt, auch kaum möglich. Auch Jaarn hat große Probleme, sich der realen Welt zu stellen, hat er doch sein ganzes Leben nur mit Büchern verbracht. Sein wichtigster Begleiter Rugk ist von den Narben seiner vielen Kämpfe gezeichnet. Immer wieder kommen neue Weggefährten hinzu, wie der Knochenkönig und eine Vielzahl von Banditen, während die alten von Zhat Mhaw und anderen getötet werden. Warum nehmen die Gefährten eine so gefährliche Aufgabe auf sich? Weil sie durch die Berührung des Schwertes verändert wurden. Weil unter all den Geschichten auch solche sind, die vom Frieden berichten. Weil sie wollen, dass alle Menschen diese Geschichten hören und sich für den Frieden entscheiden können.
Die Handelnden dieses Buches gehen sehr unterschiedlich mit dieser Perspektive um. Einige wehren sich nicht, wenn sie angegriffen und getötet werden, andere greifen nur aus Selbstverteidigung zu den Waffen. Wieder andere gehen in den Kampf für den Frieden. All diese Möglichkeiten werden in der Geschichte ausgebreitet.

Fazit
Dieses Buch lohnt das Lesen für alle Liebhaber der Fantasy. Es hat die klassischen Protagonisten und ein klassisches Thema. Die Handlung läuft flüssig, die Spannung bleibt hoch bis zum Schluss. Dem Autor ist ein sehr schönes Buch gelungen. Die kleinen Dinge, die ich gerne noch etwas ausführlicher gelesen hätte, lohnen keinen Abzug von der Höchstpunktzahl. Bravo!

 
 
 


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