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Thomas Elbel

Asylon

  • Autor:Thomas Elbel
  • Titel: Asylon
  • Serie:
  • Genre:SF
  • Einband:Taschenbuch
  • Verlag:Piper Verlag Gmbh
  • Datum:01 September 2011
  • Preis:EUR 9,95 EUR

 
»Asylon« von Thomas Elbel


Besprochen von:
 
killerbiene75
Deine Wertung:
(4)

 
 
Asylon wird von einer hohen Mauer umgeben, einer Selbstschußanlage und einem Mienenfeld, damit niemand von Außen hinein kann. Das zumindest wird den Menschen dort erzählt. Draußen lungern hungrige Heerscharen, die immer wieder versuchen in die gut versorgte Stadt einzudringen. Eine Spezialeinheit versucht dort Ordnung zu schaffen und das Gleichgewicht zwischen den dort herrschenden Clans zu halten. Torn ist ein Mitglied dieser Spezialeinheit und gerät zwischen die Fronten. Er verliert erst sein Kind und dann seine Frau. Mit der Hilfe von Saiina und Scooter versucht er die Geheimnisse zu lüften die die Stadt umgeben.

Autor
Thomas Elbel, geboren 1968, aufgewachsen in Hildesheim, studierte Jura in Göttingen und Atlanta/USA. Heute lebt er mit seiner Frau und seinen beiden Siamkatern in Berlin, wo er sich auch promoviert und in den vergangenen zehn Jahren in verschiedenen juristischen Berufen gearbeitet hat, bis er im Jahre 2011 eine Berufung auf eine Fachhochschulprofessur erhielt. Im August 2011 erscheint mit Asylon sein Debütroman im Piper Verlag.

Buch
Das Buch ist ein abgeschlossener Roman, der nicht zu einer Serie gehört. Das Cover spiegelt die düstere Stimmung wieder, die in der Stadt Asylon herrscht.

Wertung
Thomas Elbel hat eine tolle Mischung aus Dystopie und Thriller geschrieben. In einem rasanten Schreibstil führt der Autor den Leser durch die Geschichte und baut einen Spannungsbogen auf, der sich durch das ganze Buch hindurch zieht und an keiner Stelle schwächelt. Mit unerwarteten Wendungen muss man in Asylon durchaus rechnen und es werden immer mehr Fragen aufgeworfen, die das Interesse des Lesers immer wieder von neuem wecken.

Die Stadt wird sehr düster beschrieben, in denen die Bewohner Ihre Behausungen in mehreren Ebenen nach oben bauen, da der Platz begrenzt ist. In den unteren Ebenen dringt kein einziger Sonnenstrahl. Nur wer genügend Geld hat, kann sich die Behausungen in den oberen Ebenen leisten und es ist ein Privileg an der Sonne zu leben.

Die Menschen in Asylon leben sind hart im Nehmen, aber teilen auch ordentlich aus. Es überleben nur die Stärksten unter Ihnen. Gewalt und Morde stehen an der Tagesordnung und die Leveller können eigentlich nur verhindern, dass es noch schlimmer wird.

Torn und Saiina, die Protagonisten wirken zu Beginn noch recht rauh und unnahbar, passen aber perfekt in die dort vorherrschenden Verhältnisse. Erst im Laufe des Lesens wachsen die beiden einem ans Herz. In brennzlichen Situationen ecken die Protagonisten durchaus auch mal an, was sie wiederum sehr realistisch erscheinen lässt. Scooter hingegen ist von Anfang an recht sympathisch gezeichnet und er steht immer hinter Torn.

Der Autor schickt die Protagonisten von einer gefährlichen Situation in die Nächste und streut immer mehr Fragen ein, die den Leser nicht mehr los lassen. Das Lesetempo wird dadurch deutlich erhöht, da man auf eine baldige Lösung hofft.

Das Ende ist weder schnulzig noch überzogen und so unerwartet wie genial. Das einzige was ich als Kritikpunkt anbringen möchte ist das Verhalten von Torn zum Ende hin. Er wirkt auf einmal sehr viel weniger rauh, fast schon sanftmütig und schüchtern, was im ganzen Buch zuvor nicht ein einziges Mal vorgekommen ist. Das Verhalten passt einfach nicht zu dem Torn, wie man ihn in Asylon kennen lernt.

Fazit
Eine tolle Mischung aus Thriller und Dystopie, die fast alle Fragen sehr glaubwürdig beantwortet. Ein tolles Buch für spannende Stunden.
 
 
 


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