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Thilo Corzilius

Epicordia

  • Autor:Thilo Corzilius
  • Titel: Epicordia
  • Serie:
  • Genre:Fantasy
  • Einband:Taschenbuch
  • Verlag:Piper Taschenbuch
  • Datum:01 Juni 2012
  • Preis:12,99 EUR

 
»Epicordia« von Thilo Corzilius


Besprochen von:
 
harakiri
Deine Wertung:
(3.5)

 
 
Lara McLean ist inzwischen 2 Jahre älter und nähert sich ihrer Gesellenprüfung im Schlüsselmacherhandwerk. Doch plötzlich nähern sich düstere Anzeichen und Lara und ihr Meister Tom müssen in die düstere Tiefe von Epicordia steigen. Eine Stadt weit unterhalb von Ravinia, in der Menschen leben, die kein Tageslicht vertragen. Irgendetwas oder Irgendjemand hat ihre Höhlen mit mechanischen Tieren verstopft, die keinen durchlassen. Ist der dunkle Lord wieder zurückgekehrt? Oder Ruben, Laras alter Feind?
Zusammen mit Tom, Lee, Opa Henry, Berri und ihren anderen alten Freunden macht sich Lara auf die Suche nach einer Lösung. Gemeinsam treten sie die Herausforderung an und treffen bald auf ihre Feinde. Doch die scheinen übermächtig und lassen den Freunden keine Chance.

Ein bisschen mehr Action als im Vorgängerbuch Ravinia erwartet den Leser hier im neuen Band. Lara wirkt erwachsener, und bald träumt auch sie von der ersten Liebe. Auch ihre Fähigkeiten sind gewachsen und sie hat mehr Mut und Selbstvertrauen. Auch ihre Begleiter sind gereift und wirken nicht mehr so abseits stehend wie im ersten Band.
Wie auch in Ravinia, erwartet den Leser hier eine Fülle netter Einfälle, die jedesmal neu überraschend und anders sind. Ohne große Grausamkeiten kommt dieses Buch auf und ist doch stellenweise sehr spannend. An anderen Stellen wartet es jedoch mit langatmigen Erklärungen auf, die den Leser schon mal langweilen können.

Im Gegensatz zu anderen Büchern, wo die Helden sofort reagieren, lässt der Autor unseren Freunden hier erst einmal Verschnaufpausen. Sie werden von mechanischen Insekten angegriffen und ziehen sich erst einmal zurück um Rat bei anderen einzuholen. Später ist es dann doch Lara, die eine Lösung findet. Doch die kommt leider erst sehr viele Seiten später und zwischendurch hängt der Leser etwas in der Luft. Hier hätte ich mir eine schnellere Handlung gewünscht.

Sehr schön fand ich den Beginn der einzelnen Kapitel, in der jeweils ein Gedicht oder Zitat das Kapitel überschreibt. Auch der erste Satz ist immer ein lyrischer: „ Wie schnell die Welt in der wir wandeln doch Feuer fangen kann – wie trockenes Laub. Egal ob durch Strohfeuer, Hass oder Begeisterung“. „Wer weiß schon am Anfang eines langen Tages, in welche Weiten es einen verschlägt“. … Und jedesmal passt dann die folgende Handlung dazu. Dieses Stilmittel fand ich sehr gelungen. Auch die vielen passenden Liedzitate, die Lara ständig begleiten machen dieses Buch unterhaltsam und vergnüglich.

Trotzdem fehlt ein wenig die Spannung, der Handlungsfluss. Die Helden agieren lange, reagieren aber langsam oder spät. Und das ist das Quäntchen, das ein Buch perfekt macht. So hat mir das Buch zwar gut, aber nicht sehr gut gefallen.

Fazit: Ebenso wie sein Vorgänger Ravinia ein langsames, leises Buch mit viel Handlung, aber wenig Spannung – dafür liebenswerte Charaktere und interessante Erfindungen.
 
 
 


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