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Susanne Pavlovic

Feuerjäger 2
Herz aus Stein

  • Autor:Susanne Pavlovic
  • Titel: Herz aus Stein
  • Serie:Feuerjäger 2
  • Genre:Fantasy
  • Einband:Taschenbuch
  • Verlag:Amrun Verlag
  • Datum:22 Mai 2015
  • Preis:14,90 EUR

 
»Herz aus Stein« (Feuerjäger 2) von Susanne Pavlovic


Besprochen von:
 
Korlat
Deine Wertung:
(5)

 
 
Am Ende des letzten Buches beschlossen Krona und ihre Gruppe, die Feuerdämonin zu verfolgen. Sie müssen verhindern, dass sie alle notwendigen Artefakte findet, um ein Dimensionstor zu bauen. Durch ein solches Tor würden zahllose gefährliche Wesen kommen und die Welt niederbrennen. Ihr Weg führt zunächst in einem Schmugglerschiff übers Meer nach Zentallo, wo sie einen Zauberer finden wollen, der eines der übrigen Artefakte in seinem Besitz hat. Aber sie müssen erfahren, dass die Feuerdämonin bereits da war. Sie verfolgen den Zauberer durch ein Dimensionstor auf den südlichen Kontinent, erringen das Artefakt und müssen es doch sehr schnell wieder der Feuerdämonin überlassen, die mit jedem in ihrem Besitz befindlichen Artefakt stärker wird. In der nächsten größeren Stadt kommt Krona durch einen Zauber, der sie ihre Vergangenheit vergessen macht, in die Gewalt eines Mannes, der sie in der Arena kämpfen lässt. Der Rest ihrer Gruppe sucht verzweifelt nach ihr und hat dann große Mühe, sie sowohl von der Wirkung des Zaubers als auch aus der Arena zu befreien. Sie können fliehen und kehren in getrennten Gruppen wieder in ihre Heimat Abrantes zurück. Hierher wird auch die Feuerdämonin auf der Suche nach dem letzten nötigen Artefakt kommen. Die letzte, die entscheidende Schlacht findet dann im Berg der Zwerge von Erendur statt.

Kommentar:

Dieses Buch hat mich ebenso gefesselt wie der erste Band. Besonders die Charaktere der Gruppe wirken authentisch. Sie sind sehr unterschiedlich und farbig ausgemalt. Es wird nicht nur aufgebaut auf der Charakterzeichnung des ersten Bandes. Wir erfahren mehr über das Schicksal von Krona, ihre gut versteckte Sehnsucht nach Frieden und ihre Loyalität zu denen, die sie als die Ihren betrachtet. Auch aus Fenrirs Kindheit und Jugend sehen wir Ausschnitte. Seine Zurückhaltung anderen gegenüber wird besser verständlich. In der Beziehung, die sich zwischen Krona und Fenrir entwickelt, kann man die Barrieren geradezu spüren, die niedergerissen werden müssen und der lange Atem, den der Aufbau von Vertrauen fordert, wird erkennbar. Der liebenswürdige, von Wissensdurst geprägte und geplagte Pitel wird immer wichtiger für die Gruppe. Die Zwerge Lomir und Nardon bringen immer wieder Vernunft in die Meinungsverschiedenheiten. Lianna kämpft bis zum Ende mit, trotz ihrer Schwangerschaft. Und Thork, ach Thork – meine Lieblingsfigur, ein wunderbarer Charakter.

Das Abenteuer spielt in lebendig geschilderten unterschiedlichen Landschaften und Kulturen. Die Autorin behält dabei immer ihre Gruppe von Abenteurern im Auge und beschreibt deren Interaktion mit diesen Kulturen. Die selbstbewusste Krona in einer Gesellschaft, in der die Frauen in der Öffentlichkeit wenig mehr als Anhängsel ihrer Ehemänner sind – herrlich ihre Reaktion auf das Ansinnen, einen Rock zu tragen und ihr Schwert abzulegen.
Auch die Kämpfe sind lebendig und spannend geschildert. Nichts wird beschönigt, Leid und Tod gehören zum Krieg und werden benannt.

Auch sprachlich ist die Geschichte gut gelungen. Sie spielt zwar in einem typischen Fantasy-Setting, die Sprache ist aber modern. Immer wieder lassen unsere Protagonisten Bemerkungen voller Humor fallen. Ein Beispiel: Am Stadttor werden die Namen der Einreisenden erfasst. Lomir gibt einen falschen Namen an. „Ich bin kein Freund der Datenerfassung“ lautet sein Kommentar.

Die Geschichte um die Feuerdämonin ist mit diesem Band abgeschlossen. Am Ende eröffnet sich eine neue Geschichte für das nächste Buch, in dem wir einige der Hauptpersonen sicher wiedersehen werden.

Fazit

Zwei rundherum gelungene Bücher, die in keinem Fantasy-Regal fehlen sollte. Und Platz für das nächste Buch sollte man auch lassen.
 
 
 


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