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Sarah Lark

Ruf der Dämmerung

  • Autor:Sarah Lark
  • Titel: Ruf der Dämmerung
  • Serie:
  • Genre:Horror
  • Einband:Taschenbuch
  • Verlag:Bastei Lübbe
  • Datum:20 Januar 2012
  • Preis:8,99 EUR

 
»Ruf der Dämmerung« von Sarah Lark


Besprochen von:
 
killerbiene75
Deine Wertung:
(3)

 
 
Violas Eltern haben sich getrennt und als Ihre Mutter eine erfolgreiche Stelle bekommt, beschließt Viola für ein Jahr lang zu Ihrem Vater nach Irland zu ziehen. Dort begegnet Sie Ihrer Stiefmutter, mit der Sie sich nicht sehr gut versteht. Eines Tages begegnet Sie dort am See im Nebel Ahi, der in Ihrem Alter ist. Es umgibt ihn ein Geheimnis und Ahi verhält sich auch recht merkwürdig. Sie verliebt sich in ihn, ahnt aber noch nicht, dass er ein Wassergeist ist.

Autor
Christiane Gohl ist eine deutsche Autorin, die vor allem unter dem Namen Sarah Lark bekannt ist. Sie veröffentlicht ihre Romane auch unter den Pseudonymen Ricarda Jordan, Sarah Lark und Elisabeth Rotenberg. Christiane Gohl studierte Pädagogik und arbeitete als Fachjournalistin und Werbetexterin. Neben ihrer Tätigkeit als Autorin betreibt Sie eine kleine Pferdezucht in Spanien.

Buch
„Ruf der Dämmerung“ ist der erste Jugendroman von Sarah Lark. Das Cover ist ähnlich aufgebaut, wie die Bücher rund um Neuseeland. Der Leser sollte kein Buch für Erwachsene erwarten, da die Erwartungen sonst einfach zu hoch wären.

Wertung
Der Schreibstil ist, wie man es bereits von der Autorin Sarah Lark gewohnt ist, sehr flüssig und sie versteht es den Leser für das Land zu begeistern. Die Charaktere sind sehr gut beschrieben, so dass man sich sehr schnell in deren Situation hinein versetzen kann.

Violas Vater ist seiner neuen Frau sehr ergeben und tut alles für Sie, während sie sich selbst verhält wie ein Biest. Seine Tochter Viola begrüßt sie nicht einmal bei Ihrer ersten Begegnung und behandelt sie auch die ganze Zeit wie ein nerviges Kind. Das Verhalten der Stiefmutter ist nicht nachvollziehbar und auch recht unrealistisch. Selbst eine „schlechte“ Stiefmutter würde sich doch wenigstens ein kleines Bisschen Mühe geben mit dem Kind Ihres Mannes aus zu kommen. Aber dieses Buch suggeriert wie allzu oft, dass Stiefmütter böse sein müssen, was ich ganz und gar nicht so sehe. Diese Darstellung hat mich sehr verärgert, da dieses Bild völlig unrealistisch ist, aber immer wieder gerne aufgegriffen wird.

Viola selbst ist ein typsicher, aber auch recht verantwortungsbewusster Teenager, die sich nicht allzu sehr über das Verhalten ihrer Stiefmutter kümmert. Ihren Vater hingegen ist sie sehr zugetan. Als dann Ahi, der Wassergeist auftaucht wird die Geschichte interessant. Die Idee mit dem Wassergeist ist mal etwas anderes und daher vielversprechend. Leider ist die Umsetzung doch recht naiv gelungen. Viola akzeptiert meiner Meinung viel zu schnell, dass Wassergeister Menschen töten um zu überleben. Das Volk der Wassergeister wird als extrem harmonisch beschrieben, die den ganzen lieben langen Tag nichts anderes tun als in Harmonie zu singen und zwischendurch auf die Jagd zu gehen. Doch trotz der mehrfachen Betonung, dass die Wassergeister nie streiten, gibt es dennoch welche unter Ihnen, die nichts unversucht lassen um Unfrieden zu stiften, als Ahi Viola kennen lernt.

Ahi selbst wird sehr naiv dargestellt, da er nie Streitereien oder Lügen miterleben musste. Daher kommt er sehr verweichlicht rüber, der einfach nicht in die Welt der Menschen passt. Für mich selbst blieb er das ganze Buch über eher unsympathisch. Er nimmt vieles zu selbstverständlich in Anspruch ohne über sein Tun nachzudenken.

Als Ahi zur Schule gehen will, beschließt Viola ihm zu helfen. Die Mittel die sie ergreift sind dermaßen unrealistisch, dass man sich als Leser fragt, ob das Buch vielleicht sogar von einem Kind geschrieben wurde. Das hätte im realen Leben nie funktioniert.

In der Mitte des Buches wird es etwas langatmig, aber zum Ende hin baut die Autorin ein paar spannende Szenen ein, die das Buch wieder etwas interessanter machen.

Fazit
Wenn man dieses Buch liest, sollte man bedenken, dass es für Jugendliche, eher schon für Kinder geschrieben ist. Wer über die Naivität hinweg sehen kann, der wird mit dem Buch gut bedient sein. Die Idee ist toll, der Schreibstil ebenfalls wie von Sarah Lark gewohnt einfach klasse, aber die Umsetzung doch recht überzogen und naiv.
 
 
 


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