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Saladin Ahmed

Das Schwert der Dämmerung

  • Autor:Saladin Ahmed
  • Titel: Das Schwert der Dämmerung
  • Serie:
  • Genre:Fantasy
  • Einband:Taschenbuch
  • Verlag:Heyne Verlag
  • Datum:08 Februar 2016
  • Preis:12,99 EUR

 
»Das Schwert der Dämmerung« von Saladin Ahmed


Besprochen von:
 
Korlat
Deine Wertung:
(3)

 
 
Schlimmes geschieht in Dhamsawaat, dem Sitz des grausamen Kalifen. Menschen wird die Kehle herausgerissen, offenbar von Ghulen. Dr. Adoullah Machslûd ist 60 Jahre alt und jagt immer noch Ghoule. Er ist einer der letzten seines Standes. Eines Morgens, den er wie immer im Teehaus verbringt, kommt sein Gehilfe, der Derwisch Rasîd mit dem jungen Faisal zu ihm, dessen Eltern vor der Stadt von Ghulen getötet wurden. Die beiden töten die Ghule mit Hilfe von Samia, die sich in einen Löwen verwandeln kann. Nun müssen sie noch den Schöpfer der Ghule finden. Dies stellt sich als sehr schwierig heraus. Adoullah muss seine alten Freunde reaktivieren, Ghouljäger, die eigentlich schon im Ruhestand sind.

Allmählich kommt er dem Geheimnis auf die Spur. Einer der alten Götter hat wieder Macht gewonnen und bringt Menschen durch Zauberei in seine Abhängigkeit. Leider wollen die Mächtigen Dhamsawaats nicht an die Gefahr glauben, so dass es an den alten und ihren zwei jungen Gehilfen ist, dem Morden ein Ende zu bereiten. Auch der Falkenprinz, Gegenspieler des Kalifen, spielt noch eine Rolle em Ende des Buches.

Kommentar:

Ich hatte einige Erwartungen an dieses Buch, weil ich orientalische Sagen und Märchen mag und hoffte, dass der Autor mit diesem Setting eine schöne Geschichte erzählen würde.

Die tragende Figur des Buches ist Dr. Adoullah Machslud. Ein Mann, der gerne mit seinen wenigen verbliebenen Freunden ein Schwätzchen im Teehaus hält. Das Alter bringt Gebrechen mit sich und die Frage, ob man jetzt nicht lieber mit einer Frau gemeinsam die letzten Jahre verbringen sollte. Schließlich hat Adoullah genug Monster getötet in seinem Leben. Aber er muss noch einmal kämpfen.
Adoullah ist dem Autor gut gelungen. Man sieht ihn vor sich, diesen etwas behäbigen übergewichtigen Mann, der endlich seine Ruhe will.

Leider kann man das von den anderen Figuren nicht in gleichem Maße sagen. Sie bleiben mehr oder weniger farblos, sind häufig schwankend in ihrem Handeln und laden kaum dazu ein, sie kennenzulernen.

Die Geschichte selbst ist vorhersehbar. Es fehlen Überraschungsmomente. Stattdessen gibt es manche Löcher im Handlungsablauf und einige unglaubhafte Wendungen, die sich auch nicht nachträglich erklären lassen.

Orientalisches Setting, Namen, Schauplätze, die Art des Erzählens – alles erinnert an Märchenerzähler. Gelegentlich ist diese spezielle Art des Erzählens etwas zu dick aufgetragen. Die bildhafte, opulente Sprache wirkt oft überzeichnet. Leider gibt es zu wenig Informationen über den gesellschaftlichen und historischen Hintergrund. Häufig wird aus Schriften zitiert, deren Bedeutung nicht erklärt wird.

Fazit:

Dieses Buch ist das Erstlingswerk des Autors. Mit einem guten Lektorat hätte es ein gutes Buch werden können. Dazu wäre aber noch einige Arbeit nötig gewesen. Meine Erwartungen wurden leider nur zum Teil erfüllt.
 
 
 


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