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Sabine Städing

Anna und die flüsternden Stimmen


 
»Anna und die flüsternden Stimmen« von Sabine Städing


Besprochen von:
 
Elohym78
Deine Wertung:
(2.5)

 
 
Anna und ihre Familie verbringen ihre Sommerferien in dem beschaulichen Örtchen Qual an der Ostsee. Viel lieber wäre Anna in den Süden geflogen wie ihre Freunde, aber ihre Eltern wollten in Deutschland bleiben. Doch ihre negative Einstellung ändert sich, als sie den süßen Tjark kennenlernt, der ihr Segelunterricht gibt. Die beiden verlieben sich und verbringen einen wunderschönen Sommer miteinander. Eigentlich. Denn Qual umgibt ein grausames Geheimnis. Anna wird von einem alten Mann verfolgt und bald heften sich auch Geister an ihre Fersen. Doch wo kommen sie her?

Das Cover ist in unterschiedlichen Blautönen gehalten. Im Vordergrund steht eine Pusteblume und dahinter, fast im Nebel versteckt, befindet sich ein offenes Tor. Ich finde es wunderschön, aber der Zusammenhang mit dem Inhalt des Buches ist mir leider verschlossen geblieben.

Sabine Städing schreibt einen netten Jugendroman. Sommer, Sonne, Ferien und Lebenslust treffen auf ein lange gehütetes und schreckliches Geheimnis. Beide Welten prallen aufeinander, sind aber lang nicht so gut ausgearbeitet, wie ich es mir gewünscht hätte. Für meinen Geschmack hätten die Gegensätze stärker sein können, damit eine unheimliche Atmosphäre geschaffen werden kann. Leider war dem nicht so und der schaurige Aspekt der Geschichte fehlte mir. Auch die Spannung nahm nicht richtig an Fahrt auf. Immer wenn ich dachte, dass es jetzt los geht, bremste die Autorin stark ab und ließ es im Nichts verlaufen. Oft hatte ich das Gefühl, dass dies von Städing beabsichtig war, da sie hier ein Jugendbuch schreibt, aber wenn sie ihrer Kunst freien Lauf gelassen hätte, wäre das Buch sicherlich grandios geworden. Denn die Idee mit ruhelosen Seelen und dem schrecklichen Geheimnis, welches sich dahinter verbirgt, gefiel mir sehr gut.

Auch die Charaktere waren für meinen Geschmack nicht authentisch genug. Anna findet in Tjark ihre erste große Liebe. Doch statt dies mit Schmetterlingen im Bauch auszuarbeiten, verliert sich dieses wunderschöne, einmalige Gefühle im Irgendwo. Als die beiden auf Geister und unheimliche Erscheinung treffen, reagieren sie nicht wie ich erwartet hätte mit Schrecken und Misstrauen. Sie nehmen die Situation relativ gelassen und begeben sich mit offenen Augen in Gefahr. Selbst ein plötzlicher Mord führt zu keinen Beklemmungen oder Angstgefühlen.

Mein Fazit

Nette Geschichte, die für mich etwas schwach umgesetzt wurde.
 
 
 


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