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Sabaa Tahir

Elias & Laia 1
Die Herrschaft der Masken

  • Autor:Sabaa Tahir
  • Titel: Die Herrschaft der Masken
  • Serie:Elias & Laia 1
  • Genre:Fantasy
  • Einband:Hardcover
  • Verlag:Bastei Lübbe (one by Lübbe)
  • Datum:15 Mai 2015
  • Preis:16,99 EUR

 
»Die Herrschaft der Masken« (Elias & Laia 1) von Sabaa Tahir


Besprochen von:
 
Elohym78
Deine Wertung:
(4)

 
 
Nach der brutalen Ermordung ihrer Großeltern und der Verhaftung ihres Bruders Darin, sieht Laia nur einen Ausweg: Sie schließt sich dem Wiederstand an und lässt sich als Spionin in die Ausbildungsstätte der Masken nach Schwarzkliff einschleusen. Doch Laia landet als Sklavin bei der Kommandantin, die bekannt ist für ihre drakonischen Strafen und brutalen Foltermethoden. Doch sie muss durchhalten, will sie an Informationen kommen und damit ihren Bruder frei bekommen.

Währenddessen wird Elias Veturius ausgewählt, die Prüfung zum neuen Imperator zu bestreiten. Gerade als Maske etabliert, soll er sich einer neuen Herausforderung stellen, die er nicht will. Denn Elias dürstet es nach Gerechtigkeit, nach einem Ende der Unterdrückung und Gewalt und steht so gegen alles, was er gelernt hat. Ein Deserteur...

Das Cover zeigt Elias, der seine Maske trägt. Doch statt sich mit ihm zu verbinden, ist sie im Begriff, sich aufzulösen. Es sind nur seine intensiven Augen zu sehen, die einen Blick in seine Seele ermöglichen. Sie sprechen von Kampf, Kraft und Feuer. Unsicherheit ist nicht erkennbar, nur gnadenloser Wille. Der Wille zum Leben. Genau dieser intensive Blick ist schuld, dass ich zu diesem Buch gegriffen habe.

Trotz des wunderbaren Covers und des interessanten Klapptextes, ging ich skeptisch an das Buch heran. Bis ich die ersten Seiten gelesen hatte und mich in einem fesselnden Strudel wiederfand, in den mich Sabaa Tahir immer tiefer hineinzog. Ja, ich hatte mit einem typischen Jugendbuch gerechnet, in dem die jungen Charaktere nervig erwachsen sind, vor sich hin leiden und eine merkwürdige Prüfung nach der nächsten zu absolvieren haben. Dieses übliche Gebaren, was im Moment angesagt ist. Doch Elias und Laia ist anders. Ganz anders und auf ihre Art einzigartig, auch wenn natürlich viele ziehende Eigenschaften auch in diesem Buch nicht fehlen dürfen; die jugendlichen Helden, die spannende Herausforderungen meistern und sich Widrigkeiten stellen müssen.

Die Charaktere sind Sabaa Tahir authentisch und lebensnah gelungen. Ich konnte mich ohne Probleme mit ihnen identifizieren und ihren Handlungen folgen und sie auch nachvollziehen. Im Mittelpunkt der Geschehnisse stehen die beiden Jugendlichen Elias und Laia. Beide sind nicht nur völlig unterschiedlich, sondern kommen auch aus verschiedenen Gesellschaftsschichten.
Laia wächst mit einer ständigen Angst um ihr Überleben auf. Am Rande der Gesellschaft, mit den Tod der Eltern als Rebellen gebrandmarkt, lebt sie mit ihrem Bruder bei den Großeltern. Bis eines Nachts ihr Bruder verhaftet und die Großeltern ermordet werden. Laia gelingt mit knapper Not die Flucht zu den Rebellen. Rache ist ihr treibendes Motiv und so kennt sie keine Scheu, als Spionin tätig zu werden und sich in Lebensgefahr zu begeben. Den Wechsel von einem jungen Mädchen, das voller Hoffnung in die Zukunft blickt, hin zu einer taffen jungen Frau, fand ich spannend zu beobachten. Aber auch erschreckend. Äußere Einflüsse prägen uns Menschen ungemein, auch wenn wir das nicht immer auf den ersten Blick sehen oder wahr haben wollen.
Elias ist das Spiegelbild Laias, denn er gehört zu der herrschenden Kaste, den Unterdrückern der Bevölkerung. Was als Spaß begann, wird immer ernster und schon bald beginnt Elias zu zweifeln. Auch hier geschieht ein völliges Umdenken.
Mir scheint es, dass Stark und Schwach im ständigen Wechsel stehen, was das Lesen für mich interessant macht.

Mein Fazit

Ein toller Serienauftakt, der Lust auf mehr macht.
 
 
 


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