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Roberson, Jenifer

Schwerttänzer-Zyklus 3
Schwertmeister / Schwertmagier

  • Autor:Roberson, Jenifer
  • Titel: Schwertmeister / Schwertmagier
  • Serie:Schwerttänzer-Zyklus 3
  • Genre:Fantasy
  • Einband:Taschenbuch
  • Verlag:Heyne
  • Datum:00 -
  • Preis:19.95 DM

 
»Schwertmeister / Schwertmagier« (Schwerttänzer-Zyklus 3) von Roberson, Jenifer


Besprochen von:
 
Andreas Marchhart
Deine Wertung:
(4.5)

 
 
SCHWERTMEISTER:
Der Sandtiger begiebt sich auf die Jagd nach den magisch beeinflussten Hunden die ihn und Del bis nach Staal-Ysta verfolgt hatten, und schlussendlich ein Dorf überfallen hatten. Dort haben die Hunde ein regelrechtes Blutbad angerichtet und mehrere Menschen getötet. Für den Sandtiger ist es ein trauriger Abschied aus Staal-Ysta, denn er hat Del bei seinem Duell tödlich verletzt, und nun macht er sich allein auf den Weg. Geblieben ist ihm nur sein Hengst und sein neues Schwert, welches er Samiel (Wüstensturm) getauft hat. Nach mehreren Tagen auf der Fährte der Hunde, wird er von einem Berglöwen angegriffen und es bleibt ihm nichts anderes übrig als diesen zu töten, wobei er in seinem Unterbewusstsein eine Melodie summt. Dieses Summen bewirkt jedoch, dass er sein Jivatma stimmt und nun offiziell mit Blut tränkt, womit der Geist des Berglöwen in das Schwert eindringt. Kurze Zeit später beobachtet er dann am Himmel ein Wetterleuchten, und bald danach erscheint eine Gestalt auf der Lichtung, wo der Sandtiger glaubt an Halluzinationen zu leiden. Denn plötzlich steht Del vor ihm. Sie erklärt ihm, dass er sie zwar tödlich verletzt hat, aber sie durch die Hilfe der Magie überlebt hat. Nur hatten die Bewohner von Staal-Ysta ihn darüber in Unklarheit gelassen. Als sie soweit genesen war, dass sie wieder aufstehen konnte war Sandtiger bereits fortgegangen. Was in ihm heftige Schuldgefühle hervorruft, die von Del aber rasch wieder zerstreut werden, vorläufig zumindest. Nun machen sich beide gemeinsam auf die Jagd nach den Hunden und schließlich kommen sie zum Drachenberg, in dem, der Sage nach, der Geist des Magiers Chosa Dei gefangen gehalten werden soll. Alle Anzeichen deuten darauf hin, dass die Hunde aus dem Berg kommen und Del und Sandtiger dringen in den Berg ein. Wobei sie bald eines besseren belehrt werden, denn Chosa Dei ist nicht nur eine Sage sondern Wirklichkeit. Im Kampf gegen den mächtigen Magier, der kurz vor seiner Befreiung steht, gelingt es Sandtiger im letzten Moment Chosa zu töten, nur macht er dabei den Fehler, dass er sein Jivatma neu tränkt und der Geist Chosa Dei’s nun ein seinem Schwert gefangen ist. Da in dem Kampf auch alle Hunde getötet wurden, ist ihre Aufgabe damit erfüllt und die beiden mach sich auf die Suche nach Ajani, jedem Mann der sieben Jahre zuvor Dels Familie getötet und ihren Bruder in die Sklaverei verkauft hat. Die Spur führt wieder in den Süden, in die alte verfallene Stadt Iskander, wo in kurzer Zeit der neue Jhihadi, der von einem Orakel bei fast allen Stämmen der Wüste angekündigt wird, auftauchen soll. Auf der Reise nach Iskander macht sich aber immer mehr der Geist Chosa’s bemerkbar und Sandtiger muss alle Kraft aufbringen, die er besitzt um diesen im Schwert gefangen zu halten. Schließlich, in Iskander angekommen, stellt sich heraus, dass Ajani als der neue Jhihadi empfangen werden soll und sich die Stämme der Wüste bereits für den Kampf gegen die Tanzeers und ihre Armeen bereitmachen. Bei der Ankunft des Orakels, welches sich als Dels Bruder herausstellt, und Ajanis kommt es zu einem Gefecht, in dessen Verlauf es Del gelingt endlich Rache an Ajani zu nehmen. Bei der Frage an das Orakel, wer denn nun der Jhihadi sei zeigt das Orakel auf den Sandtiger, doch da Ajani gleich daneben steht sieht es für alle so aus, als ob das Orakel auf Ajani gezeigt hätte. Doch der kann sich nur kurze Zeit des Ruhmes freuen, denn Del schlägt ihm den Kopf ab. Daraufhin sind die Stämme aber dermaßen aufgebracht, dass es Del und Sandtiger gerade noch gelingt die Flucht zu ergreifen.

SCHWERTMAGIER:
Auf der Flucht vor den Stammeskriegern der Wüstenstämme und vor angeheuerten Schwerttänzern, die für die Tochter des ehemaligen Tanzeers von Julah arbeiten, reiten Del und Sandtiger immer tiefer in die Punja. Wobei es nicht gerade von Vorteil ist, dass Sandtiger noch immer gegen Chosa’s Geist in seinem Schwert ankämpfen muss, was ihm von Tag zu Tag mehr Kraft kostet. Da sie einige Tage Vorsprung vor ihren Verfolgern haben, beschließen sie, dass es an der Zeit wäre Chosas Bruder Shaka Obre zu suchen und schlagen wieder den Weg nach Julah ein. Durch den schlechten körperlichen Zustand von Sandtiger schrumpft der Vorsprung aber immer mehr, und schließlich ist er dermaßen erschöpft, dass er wenige Stunden vor einer Oase vom Pferd fällt und ganz einfach liegen bleibt. Del reitet in der Zwischenzeit weiter zur Oase, da sie hofft, dass Sandtiger durch ihre Aktion gezwungen wird, alle Kraft zusammen zu nehmen und ihr zu folgen. Aber in diesem Punkt hat sie sich leider getäuscht. So wird Sandtiger nur wenig später von ihren Verfolgern gefunden, aber bereits für mehr tot als lebendig als nicht einmal des tötens mehr würdig liegengelassen. Nachdem die Verfolger weg sind, setzt Sandtiger auf die Selbstheilungskräfte, welche er durch die Macht Chosa’s bekommen hat. Gerade noch rechtzeitig wie sich herausstellt. Denn Del wird in der Oase gerade von ihren Verfolgern angegriffen. Durch den Überraschungseffekt von Sandtiger ist ihnen aber der Sieg gewiss, und mit neuer Kraft setzen sie die Flucht nach Julah fort. Dort angekommen werden sie aber in einen Hinterhalt gelockt, und finden sich als Gefangene der Tanzeerstocher wieder. Diese strebt einen Zweikampf zwischen Sandtiger und seinem ehemaligen Kameraden Abbu an, mit dem Sandtiger zu einem Schwerttänzer ausgebildet wurde. Dadurch soll sich nun auch endlich entscheiden, wer von den beiden der bessere ist. Bei dem Schwerttanz allerdings bricht Sandtiger alle Regeln des Schwerttanzes, indem er den Kreis verlässt und die Tanzeer als Geisel nimmt. Mit ihr als Geisel gelingt es ihm auch Del zu befreien, und sie bekommen drei Tage Vorsprung, wie es die Ehre der Schwerttänzer verlangt, bevor diese Jagd auf den nun ausgestoßenen Sandtiger machen. Wieder einmal auf der Flucht stoßen sie auf den Wüstenstamm der seinerzeit den Bruder von Del aufgenommen hat, und zeigen ihnen den Weg zu Shaka Obre. Gleichzeitig lüftet sich das Rätsel, wieso Dels Bruder zum Orakel werden konnte, denn dieser war in den Berg zu Shaka gebracht worden, und als er wieder herauskam konnte er wieder reden, obwohl er keine Zunge mehr hatte.
Im Berg kommt es dann zum Kampf zwischen Shaka im Körper von Del und Chosa im Körper von Sandtiger, wo es Del gelingt alle Substanz von Chosa aus Sandtigers Körper zu ziehen und in Ihr Schwert zu bannen, welches sie daraufhin mit aller Gewalt zerstört und nun können sich Shaka und Chosa bekämpfen ohne sich eines menschlichen Körpers zu bedienen. Sandtiger und Del gelingt es im letzten Moment die Höhle im Berg zu verlassen bevor sie einstützt, und als sie draußen sind hat keiner von beiden mehr ein Jivatma. Die beiden reiten in eine Hafenstadt wo sie sich eine Passage auf einem Segelschiff mieten, um Richtung Skandi zu fliehen, denn beide sind nun ausgestoßene. Und begeben sich nun auf die Suche nach Sandtigers Herkunft. Denn eines ist gewiss. Sandtiger ist aufgrund seiner Größe und seiner Hautfarbe ganz sicher kein Südländer, geschweige denn ein Nordländer.

Wie bereits bei den ersten beiden Bänden gelingt es Jennifer Roberson, die neuen Charaktere ohne Rückblicke aufzubauen und noch mehr von Ihrer Vergangenheit an den Tag zu bringen. Auch die Spannung ist wieder voll entwickelt und wenn die Schmerzen beschrieben werden, die Sandtiger durch die Verletzungen und durch Chosas Beeinflussung verspürt, dann kann es schon passieren, dass man sich die beschriebenen Körperteile unbewusst reibt, wie als wenn man selbst diese Schmerzen hat. Trotz allem muss ich zugeben, dass die Handlungsfäden diesmal nicht so eng gestrickt sind wie bei den ersten beiden Bänden und dass hin und wieder schon einmal der Gedanke auftaucht „weniger wäre mehr“. Aber ansonsten wieder zwei außergewöhnlich gute Bücher, die meiner Meinung nach in einen jeden Buchschrank gehören, wo Fantasy zu Hause ist.
Nur war auch diesmal der Verlag nicht in der Lage das Buch ohne Fehldrucke auszuliefern. Wie beim ersten Band gibt es doppelte Seiten und Absätze, bzw. fehlt wieder eine Seite komplett, was leider auch den Lesespaß wieder ein wenig mindert.

Auch für diesen Zweiteiler brauche ich nicht lange nachdenken, und gebe dem Buch Schwertmeister, Schwertmagier 9 von 10 Punkten. Einzeln bewertet würden beide Bände ebenfalls 9 Punkte erhalten.
 
 
 


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