•  
    Leseliste
  •  
    Vogemerkt
  •  
    Rezension
  •  
    Gelesen
  •  
    Neu

Ralf Isau

Das Geheimnis des siebten Richters


 
»Das Geheimnis des siebten Richters« von Ralf Isau


Besprochen von:
 
harakiri
Deine Wertung:
(4)

 
 
Yonathan hat den Auftrag, den Stab Haschevet zum Garten der Weisheit zu bringen und ihm dort dem sechsten Richter übergeben, sonst passieren schreckliche Dinge. Was sich so einfach anhört entpuppt sich als schwieriges Unterfangen. Dunkle Mächte, mächtige Herrscher und Diebe sind ihm auf der Spur, alle mit dem Wunsch, den Stab selbst an sich zu reißen und ihre Macht zu vergrößern. Jonathan ist nicht allein unterwegs, ihn begleiten Yomi, Gimbar und ein kleines Tier. Die Gefährten sind ständig auf der Flucht, werden wieder gefangen genommen und fliehen erneut. Ihre größte Herausforderung liegt in der Durchquerung der Wüste Mara – die zudem noch verflucht ist. Schaffen es die Freunde, diese Wüste zu überwinden?

Ein bisschen vorhersagbar ist das Buch schon! Jonathan Yabbock, ein Enkel eines Lords, träumt, dass er eben jener Yonathan ist und diese Abenteuer erlebt, während er selber im Bett liegt und immer schwächer wird. Seine Kräfte übertragen sich auf den Jungen in seinem Traum. Während dieser stärker wird und immer größere Macht aus dem göttlichen Stab zieht, erlischt Jonathans Leben Stück für Stück.

Das Buch knüpft an das Buch „“Die Träume des Jonathan Jabbock“ an und geht ziemlich nahtlos von diesem über. Jonathan erzählt im Prolog noch ein bisschen die Ereignisse des ersten Bandes, doch dann geht die Handlung gleich weiter. Wer den ersten Band nicht kennt ist erst einmal ein bisschen ratlos, aber durch die Ereignisse trotzdem gleich mitgerissen. Die Jungs werden von Piraten gekidnappt und sofort verliert der Leser seine Vorbehalte, nicht mehr mitzukommen. Immer wieder werden kleine Verweise auf den ersten Band gemacht, aber ich konnte auch ohne Vorkenntnisse der Handlung schnell folgen.
Das Buch lebt von einem Esprit, den ich noch selten erlebt habe. Glasklare Schilderungen, humorvolle Sprache, Ralf Isau schreibt mit einer Eleganz, die seinesgleichen sucht. Die Wörter perlen förmlich vor sich hin und reißen den Leser mit. Was ein bisschen gefehlt hat waren weibliche Akteure. Wir treffen hier, bis auf wenige Ausnahmen, fast nur auf Männer und Jungen.

Fazit: auch ohne Vorkenntnisse des ersten Bandes sehr lesenswerte Lektüre, die einfach Spaß macht.
 
 
 


Mehr Rezensionen von harakiri