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Peter F. Hamilton

Void-Trilogie 2
Schwarze Welt: Roman

  • Autor:Peter F. Hamilton
  • Titel: Schwarze Welt: Roman
  • Serie:Void-Trilogie 2
  • Genre:SF
  • Einband:Taschenbuch
  • Verlag:Bastei-Lübbe
  • Datum:24 September 2010
  • Preis:12,00 EUR

 
»Schwarze Welt: Roman« (Void-Trilogie 2) von Peter F. Hamilton


Besprochen von:
 
D. Vallenton
Deine Wertung:
(4)

 
 
Nachdem Inigo auf Centurion Station seinen ersten Traum aus der Leere empfangen hatte, gründete er die Living Dream Bewegung. Anfangs noch recht übersichtlich, mutiert sie im Laufe der Zeit zu einer Commonwealth übergreifenden Organisation. Dann verschwindet Inigo spurlos, Nachfolger sind jedoch schnell gefunden. Einer von ihnen, Ethan, setzt es sich zum Ziel, die Anhänger der Living Dream Bewegung in einer riesigen Pilgerfahrt ins Zentrum der Leere zu führen. Riesige Schiffe werden gebaut die, mit den neuesten Ultra-Triebwerken ausgerüstet, das Unternehmen bewerkstelligen sollen.

Allerdings sehen viele außerirdische Völker, unter anderem das Ocisen Empire, dieses Unternehmen mit großem Argwohn. Auch ANA:Regierung ist nicht unbedingt davon begeistert. Durch die Pilgerfahrt und das Eindringen in die Leere, so vermutet man, könnte die Leere weiter expandieren und viele Sternensystem zerstören, möglicherweise sogar die ganze Galaxis. So ist das Ultimatum der Ocisen and die Living Dream Bewegung „Gebt euer Unternehmen auf, ansonsten greifen wir euch an“ nicht verwunderlich.

Da ANA:Regierung aber nicht an einem Krieg interessiert ist, immerhin gehört die Living Dream Bewegung zum Greater Commonwealth, schicken die verschiedenen Fraktionen innerhalb der Regierung ihre eigenen „Mitarbeiter“ aus um eine Eskalation zu verhindern und um neue Informationen zu gewinnen. Zwei dieser Mitarbeiter sind der Delivery Man und Aaron.

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Wer schon meine Rezi zu dem Vorgängerbuch Träumende Leere gelesen hat, wird feststellen, dass ich die Inhaltsangabe 1:1 übernommen habe. Das ist nicht aus Faulheit geschehen, sondern der Tatsache geschuldet, dass Band 1 (Träumende Leere, OT: The dreaming Void) und der hier vorliegende Band 2 (Schwarze Welt, OT: The dreaming Void) im Original genau ein Buch sind. Der Bastei Lübbe Verlag hat lediglich zwei daraus gemacht (warum auch immer). Von daher trifft die Inhaltsangabe auf beide Bände zu. Es wäre daher auch eine schlechte Idee, mit diesem Buch anzufangen ohne den ersten Band zu kennen.

Die Handlung an sich schreitet nicht wirklich voran, sie wird dafür aber erheblich interessanter und rasanter. Paula Myo, die erst gegen Ende des ersten Bandes in Erscheinung trat, rückt hier nun mehr in den Vordergrund. Ihre Aufgabe ist es, den Chip Diebstahl aufzuklären. Dieser Handlungsstrang, der wieder einmal einer von vielen ist, macht Spaß. Ich mochte Paula bereits aus der Commonweahlt Saga. Sie ist eine vielschichtige und äußerst fähige Ermittlerin, was natürlich auch ihrer Konditionierung geschuldet ist.

Von den anderen Handlungssträngen weiß ich oftmals nicht, was ich davon halten soll. Araminta macht das, was sie bereits die ganze Zeit über gemacht hat – sie vögelt sich durch die Handlung. Mr. Troblum entdeckt etwas ganz neues an sich – nämlich ein Gewissen. Offensichtlich ist er nicht mehr bereit, sich ganz und gar in den Dienst seiner zweifelhaften Auftraggeber zu stellen. Zudem sind Corrie-Lyn und Aaron immer noch auf der Suche nach Inigo. Alles wie gehabt also.

Lediglich das Auftauchen einer weiteren, schon aus der Commonwealth Reihe bekannten Figur, nämlich Oscar Monroe, verspricht etwas Neues. Dieser wird kurzerhand, ausgerechnet von Paula Myo, zur Mitarbeit bei der Suche nach dem Speicherchip reaktiviert. Das könnte noch recht interessant werden. Die Suche nach dem zweiten Träumer wird ausgedehnt und intensiviert. Den größten Sprung in einer der vielen Handlungsebenen ist bei Edeard auf Querncia zu finden. Er entwickelt seine bereits schon sehr gut ausgeprägten Gaben weiter und mutiert quasi zu einem Supermann. Aufgrund dieser Weiterentwicklung seiner Gaben, ist er nun in der Lage, auch über das Wasser gehen zu können. Somit ist auch das Geheimnis um den Waterwalker aufgelöst.

Da Schwarze Welt lediglich die eingeschlagenen Wege aus dem Vorgängerbuch fortsetzt, selbst aber keine neuen beschreitet, gibt es zu der Handlung einfach nicht viel neues zu sagen. Man merkt dem Buch einfach an, dass es kein „eigenständiges Werk“ ist, sondern lediglich der zweite Teil eines Buches (das man überflüssigerweise gesplittet hat). Dennoch macht es durchaus Spaß das Buch zu lesen. Gerade die Geschichten um Edeard und Paula Myo sind sehr gut aufgebaut und interessant - wie übrigens auch die Gesamtgeschichte selbst.

Ist man erst einmal angefixt, möchte man schon wissen wie es weitergeht. Was hat es mit der Leere auf sich, riskiert das Ocisen-Empire tatsächlich einen Krieg und was wird aus Edeard? Fragen über Fragen. Ich bin schon auf das dritte Buch gespannt und kann den Void Zyklus empfehlen.
 
 
 


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