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Nina Blazon

Laqua - Der Fluch der schwarzen Gondel


 
»Laqua - Der Fluch der schwarzen Gondel« von Nina Blazon


Besprochen von:
 
Lanara
Deine Wertung:
(5)

 
 
Kristina und Jan verbringen zusammen mit ihrer jungen Tante Sara die Weihnachtsferien in Venedig. Ihr Vater ist beruflich in Afrika, Sara hat sich kürzlich von ihrem Freund getrennt und kann die beiden nicht mit zu sich nach Hause bringen. Das Winterwetter in Venedig ist grauenhaft, die Großmutter meist schlecht gelaunt und heißt die drei nicht gerade herzlich Willkommen. Und der alte Palazzo, inzwischen ein Hotel, ist dunkel, zugig und ziemlich gruselig. Als Jan und Kristina ein Kind vor einem Fenster im dritten Stock bemerken und Sachen verschwinden, will ihnen niemand glauben. Doch dass sich hier ein Geheimnis verbirgt, liegt klar auf der Hand: Die Großmutter will von diesen Geschichten nichts hören, wird aber nervös und fahrig. Und was hat es mit dem mysteriösen, zugemauerten Garten auf sich?

Bald lernen die beiden Luca und Pippa Pezzi kennen und freunden sich mit ihnen – zum Ärger der Großmutter – an. Auch die kleine Pippa kann das Geisterkind sehen und bald tun sich Menschen und Geister zusammen, um ein Jahrhunderte altes Geheimnis zu lösen. Dies wird bald gefährlich, denn Sara wird von einem schwarzen Dogen entführt, der ihr das Leben stehlen will, um selbst Macht zu erlangen.

Nina Blazon hat einen wunderschönen Schreibstil, der die teilweise sehr düstere Atmosphäre lebendig werden lässt. Die Geschichte ist spannend, ohne blutig zu sein, auch die Schilderungen der Charaktere und der Stadt sind voller Leben. So hat man beim Lesen schnell das Gefühl, mitten im Geschehen zu sein. Die Autorin beschreibt nicht nur die Stadt der heutigen Zeit, sondern auch das alte Venedig, das bevölkert ist von den Geistern vergangener Zeiten. Kristina und ihre Freunde lernen beide Seiten Venedigs kennen und der Leser wird dabei mitgezogen.

Auch die Aufmachung des Buches ist sehr schön gestaltet. Die Kapitel an sich sind eher kurz gehalten, eine kleine Zeichnung unter der Überschrift lockert alles etwas auf. Die Teile des Buches, die aus der Sicht des schwarzen Dogen geschildert werden, sind grau hinterlegt.

Ein wunderschönes Jugendbuch rund um Freundschaft und den Zusammenhalt der Familie, um Liebe und um kleine oder große Sorgen. Das Buch wird für 10 – 12jährige empfohlen – ich kann es auch jedem Leser aus anderen Altersklassen ans Herz legen. Man kann für eine Weile in eine wundersame Welt abtauchen und möchte das Buch gar nicht mehr zur Seite legen.
 
 
 


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