•  
    Leseliste
  •  
    Vogemerkt
  •  
    Rezension
  •  
    Gelesen
  •  
    Neu

Mindy McGinnis

Bis zum letzten Tropfen

  • Autor:Mindy McGinnis
  • Titel: Bis zum letzten Tropfen
  • Serie:
  • Genre:SF
  • Einband:Taschenbuch
  • Verlag:Heyne Verlag
  • Datum:11 August 2014
  • Preis:14,99 EUR

 
»Bis zum letzten Tropfen« von Mindy McGinnis


Besprochen von:
 
killerbiene75
Deine Wertung:
(4.5)

 
 
Lynn lebt mit Ihrer Mutter auf einer abgelegenen Farm. Die Welt wie wir sie kannten existiert nicht mehr. Nach dem Zusammenbruch der Zivilisation ist das Wasser knapp und die Menschen kämpfen um jeden Tropfen Wasser. Lynn und Ihre Mutter haben einen kleinen Weiher, den sie mit Ihrem Leben beschützen, denn ohne dieses Wasser würden Sie die nächsten Tage kaum überstehen. Als dann Lynns Mutter von einem Kojoten schwer verletzt wird kann Lynn die Farm nicht mehr alleine schützen. Eines Tages zeigen andere Menschen Interesse an der abgelegenen Farm und deren Weiher. Doch diese Eindringlinge sind stark. Sie muss sich Hilfe suchen. Aber wem kann sie vertrauen?

Author
Mindy McGinnis beschäftigt sich ununterbrochen mit Büchern und Geschichten: Wenn sie nicht gerade schreibt, arbeitet sie in einer Bibliothek. Ihre zweite Leidenschaft gehört dem Überleben in der Wildnis. Sie kocht gern Konserven ein, musste sich bisher aber noch nie außerhalb der Zivilisation behaupten. Mindy McGinnis lebt in Ohio.

Wertung
Einen Blick in das Buch ist etwas enttäuschend. Denn die Schrift ist recht groß und die Seiten haben einen relativ breiten Rand, so dass die ca. 300 Seiten sehr schnell durchgelesen sind. Aber diese paar Seiten haben es dafür in sich. Gleich zu Beginn beschreibt die Autorin sehr anschaulich das Überleben in der Wildnis und den Kampf um eine abgelegene Farm. Lynn und Ihre Mutter sind anfangs noch die einzigen, um die die Geschichte handelt. Später kommen noch einige andere Personen hinzu. Alle Charaktere sind gut ausgearbeitet und wirken sehr unterschiedlich. Die Trennung zwischen Gut und Böse ist hier ziemlich deutlich, was dem Buch aber nicht weiter Schadet, da die Anzahl an Charakteren sehr begrenzt ist. Es gibt im Prinzip die Gruppe mit Lynn und Ihren Freunden und dann gibt es die, die die Farm bedrohen.

Die Geschichte beginnt schon in der Apokalypse. Die Wasservorräte sind bereits knapp und Lynn kämpft von Anfang an um Ihr Leben. Was genau passiert ist, wie es zu dieser Situation kam, das erfährt der Leser erst im Verlauf der Geschichte. Der Spannungsbogen ist gleich zu Beginn spürbar und steigert sich auf den letzten Seiten noch einmal beträchtlich. Mir ist es sehr schwer gefallen das Buch zur Seite zu legen. Allerdings ist das bei diesem Buch kein Problem. Man kann die Geschichte auch an einem Tag durchlesen, denn sie ist nicht sehr lang.

In diesem Buch geht es nicht nur um das nackte Überleben, vielmehr stehen die Veränderungen im Vordergrund, die Lynn durchmacht, als sie um Hilfe bitten muss. Sie hat gelernt alleine klar zu kommen, aber angesichts der Bedrohung benötigt sie nun doch Hilfe und es fällt ihr sehr schwer darum zu bitten. Sie lernt andere Menschen zu schätzen und plötzlich ist nicht mehr jeder Mensch der Feind. Sie beginnt zu unterscheiden und wägt nun ab, ob ein Mensch ihr etwas Böses will, oder ob dieser nur an der Farm vorbei geht. Vertrauen und Freundschaften stehen hier im Vordergrund. Lynn ist hart und tapfer, aber auf der anderen Seite auch sehr verletzlich. Es gibt keine alles Könnenden Helden, sondern nur Menschen, die um lebensnotwendige Dinge kämpfen müssen und dadurch sehr viel Mut beweisen müssen.

Es gibt einige Szenen, in denen wirklich viel passiert, andere wiederum überzeugen nicht durch viel Action, sondern eher um den Beginn einer Freundschaft und das Erlernen von Vertrauen. Das Ende ist viel zu schnell da und man fragt sich, was das Leben von Lynn noch mit sich bringen wird.

Fazit
Eine kurze, aber durchaus sehr spannende Dystopie. Für Fans dieses Genres durchaus empfehlenswert.
 
 
 


Mehr Rezensionen von killerbiene75