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Meredith McCardle

Die Zeitenspringer-Saga 1
Die achte Wächterin

  • Autor:Meredith McCardle
  • Titel: Die achte Wächterin
  • Serie:Die Zeitenspringer-Saga 1
  • Genre:SF
  • Einband:Hardcover
  • Verlag:ivi
  • Datum:11 Mai 2015
  • Preis:16,99 EUR

 
»Die achte Wächterin« (Die Zeitenspringer-Saga 1) von Meredith McCardle


Besprochen von:
 
Elohym78
Deine Wertung:
(4)

 
 
Peel, Schmiede für junge, angehende Agenten und solche, die es noch werden wollen. Hier stehen Einbruch, Verhörtaktiken und Kampftraining auf dem Stundenplan, den auch die junge Amanda Obermann fleißig bestreitet. Und einmal im Jahr findet ein Test statt, in dem sich die Jugendlichen bewehren müssen, um für eine Regierungsorganisation ausgewählt zu werden.
Amanda wird von Annum Guard auserwählt. Eine der geheimsten Geheimorganisationen auf der Welt. Denn sie springen durch die Zeit und verändern die Vergangenheit. Doch Amanda, die jetzt nur noch von allen Iris genannt wird, findet keinen Anschluss. Doch sie findet eine Verschwörung, die sie das Leben kosten könnte.

Das Cover zeigt eine Blume ganz in schwarz. Ich mag zwar minimalistische Bilder, aber was diese mit dem Inhalt des Buches zu tun hat, konnte sich mir leider nicht erschließen.

Meredith McCardle hat mich mit ihrem Roman wirklich überrascht! Dank des Klapptextes war mir klar, dass ich mich mit einem Zeitreiseroman auseinander setze, aber dass das Thema dermaßen gut umgesetzt wurde, damit hatte ich nicht gerechnet. McCardle schreibt flüssig, spannend und absolut mitreißend und schaffte es, mich in ihr Buch und in ihre Zeit zu entführen. Sehr gerne ließ ich das zu und ergab mich ihrem Stil. Tiefgründig ist die Geschichte zwar nicht, aber sie trägt sich durch gnadenlose Action, die mich begeistert.
Der Anfang war leider wenig glaubwürdig und leicht holperig. Eine Schule, an der Jugendliche Verhörtaktiken, Kampfsport, Einbrüche und Folter lernen, kommt in meinem Weltbild nicht vor. Auch ist mir diese Idee einfach zu weit hergeholt und hat so den einzigen Wehmutstropfen eingestreut. Doch im Laufe der Handlung wurde mir klar, dass ohne Peel das ganze Gerüst des Romans auf wackligen Beinen stehen und das ein oder andere nicht so gut zusammengeführt hätte. Doch dieser Teil vermittelte gleichzeitig die einzige Normalität: Schüler, Internat, erste Liebe und Erwachsen werden. Reines Leben also.
Der Wechsel zu der Geheimorganisation Annum Guard ist nicht wie erwachsen werden oder reifen. Amanda, die plötzlich Iris ist, findet sich entwurzelt, verunsichert und allein gelassen wieder. Misstrauen und Hass schlägt dem Mädchen entgegen und mir fielen es genau so schwer dies nach zu voll ziehen, wie Iris. Die Zeitreise an sich birgt Gefahren und ist doch ein unglaubliches Abenteuer. Die Umsetzung hat mir sehr gut gefallen und ich folgte den Sprüngen atemlos und mit Neugierde. Wohin geht es nächstes Mal? Welche Gefahren tauchen auf? Durch die vielen zeitlichen Wechsel, ist es schwer, die Geschichte vorauszuahnen. Den roten Faden jedoch, verlor ich nie aus den Augen, was die Geschehnisse für mich so reizvoll machten. Die Handlung ist nicht vorhersehbar, aber alles fußt aufeinander, wächst und gedeiht.

Ist die Geschichte schon lebendig, so sprühen die Protagonisten förmlich vor Leben! Voller Esprit, mit Witz, aber auch mit Ernst und tiefgründigen Eigenschaften, brutal und mit Mitgefühl; alle Schattierungen sind gegeben und hauchen dem Buch Leben und Glaubwürdigkeit ein.
Allen voran die junge Agentin Amanda Obermann. Ihren Vater verlor sie schon früh und die Mutter leidet an einer psychischen Störung, die auch an Amanda nicht spurlos vorübergehen. Mal hat sie eine gut gelaunte Mutter, die mit ihr etwas unternimmt, dann ein Häufchen Elend. Doch statt daran zu verzweifeln, wächst Amanda daran und findet ihren Lebensweg. Sie bekommt das Angebot, an der renommierten Peel unterrichtet zu werden und ergreift diese Gelegenheit beim Schopf. Und wird nicht enttäuscht, denn sie findet dort ihre große Liebe Abe und gleichzeitig in seiner Familie Halt und Geborgenheit. Doch mit dem unfreiwilligen Wechsel zu Annum Guard bricht diese Welt zusammen und sie sieht sich nur Feindseligkeit und Hass gegenüber. Ich fand es spannend zu beobachten, wie sich Amanda dadurch kämpft und ihren Weg findet. Sie beißt sich förmlich in ihrer persönlichen Mission fest und verfolgt diese eisern.
Natürlich sind an ihrer Seite sehr viele interessante Charaktere, aber sie verblassen etwas neben diesem extrem starken Charakter. Sie wirken wenig eigenständig, sondern kreisen wie Satelliten um Amanda. Es kann natürlich auch sein, dass einfach noch kein passender Gegenpart von Meredith McCardle gefunden wurde, der sich als Ergänzung eignet.

Es bleibt also spannend und meine Neugierde wach!

Mein Fazit

Absolut lesenswert! Ich freu mich schon sehr auf den nächsten Teil!
 
 
 


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