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Greg McLean

Wolf Creek - Höllisches Outback

  • Autor:Greg McLean
  • Titel: Wolf Creek - Höllisches Outback
  • Serie:
  • Genre:Horror
  • Einband:Taschenbuch
  • Verlag:Bastei Lübbe (Bastei Lübbe Taschenbuch)
  • Datum:13 Mai 2016
  • Preis:9,99 EUR

 
»Wolf Creek - Höllisches Outback« von Greg McLean


Besprochen von:
 
Elohym78
Deine Wertung:
(2.5)

 
 
Auf einer Schaffarm in Australien möchte der junge Mick Taylor ein neues Leben beginnen. Keiner kennt ihn. Und keiner kennt seine Vergangenheit. Doch schon bald weckt die Einsamkeit und Verschwiegenheit des Outbacks Micks dunkle Seite. Nirgends können Menschen so einfach verschwinden wie im Hinterland Australiens. Doch Micks Morde bleiben nicht unbemerkt; denn ein Mörder erkennt den anderen. Eine gnadenlose Jagd beginnt, in der es nicht nur um Leben und Tod, sondern vor allem um Qual geht.

Im Zentrum des Covers steht die unendliche Weite des australischen Outbacks; Wüste, Wege die im Nichts verlaufen und eine vor Durst starrende Vegetation. Über all dem schwebt eine Hand, die eine blutige Klinge hält. Eine Klinge, von der das frische Blut tropft. Ich finde es perfekt zu diesem Buch gewählt. Es jagt mir einen leisen Schauer über den Rücken, da ich mir vorstellen kann, dass man in so einem weiten Land durchaus verloren gehen kann.

Die beiden Autoren Greg McLean und Aaron Sterns schildern trocken und ohne weite Ausschweifung das Leben eines Serienmörders. Sie gewähren tiefe Einblicke in eine kranke Seele, die so tief gehen, dass ich mich vor der Rasse Mensch zu ekel begann. Die Handlung an sich ist eigentlich schnell geschildert: Ein junger Mann versucht auf einer Schaffarm einen Neustart, der gründlich in die Hose geht. Er kann seine dunkle Seite nicht unterdrücken und möchte das eigentlich auch gar nicht und eine gnadenlose Mordserie nimmt ihren Lauf.
So weit, so schlicht. Und so empfand ich leider auch den Schreibstil. Ziemlich schlicht mit wenigen wirklich packenden Stellen und die Dialoge strotzten vor Schimpfworten. Diese in der absoluten Unterschicht, die vermutlich damit die Herkunft Micks verdeutlichen sollten. Etwas anderes kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen und erklären.
Die Morde werden deutlich geschildert, aber auch nicht so ausführlich, wie in manch einem Thriller. Ich weiß nicht ob die Autoren mit der Phantasie ihrer Leser spielen wollten oder ob es einen anderen Grund gab.

Die Charaktere passten sich der Handlung perfekt an. Schlicht und mit wenigen Höhepunkten. Ich kann nicht behaupten, dass mir einer durch eine positive Handlung aufgefallen wäre. Alle sind düster und brutal, grausam und voller Schuld. Auf Dauer fand ich das sehr ermüdent und langweilig. Wenigstens einen starken und hellen Gegenpart hätte ich mir dringend gewünscht. Denn für mich machen die Gegensätze ein Buch lebendig und nur wenige können ganz ohne zu einem Highlight werden. Ansätze sind klar und deutlich erkennbar, denn es stellt sich die Frage, ob ein Mensch wirklich als Mörder geboren oder durch äußere Umstände dahin gedrängt wird.

Mein Fazit

Ich habe mir mehr von dem Buch versprochen!
 
 
 


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