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Fred Ink

Wurmstichig

  • Autor:Fred Ink
  • Titel: Wurmstichig
  • Serie:
  • Genre:Horror
  • Einband:Taschenbuch
  • Verlag:CreateSpace Independent Publishing Platform
  • Datum:31 Mai 2013
  • Preis:6,95 EUR

 
»Wurmstichig« von Fred Ink


Besprochen von:
 
Lanara
Deine Wertung:
(4)

 
 
Erich Zann ist Tierfutterverkäufer. In einem abgelegenen Dorf in der Schwäbischen Alb bedient er regelmäßig seine besten Kunden. Seltsame, eigenbrötlerische Menschen – sie sind in Lumpen gehüllt, sprechen kaum, meiden jeglichen Blickkontakt. Seine Neugier treibt ihn dazu, in eins ihrer Häuser einzudringen. Ehe die Dörfler ihn überwältigen können, lässt der Bewohner des Hauses ihn ziehen. Doch damit ist es nicht getan – durch Internetrecherchen nimmt er Kontakt mit einem Blogger auf, der ihn vor den Dörflern warnt und von seltsamen Dingen berichtet. Als er den Blogger, einen Dr. Feiß, aufsucht, wird er niedergeschlagen und erlangt erst 6 Monate später sein Bewusstsein - und somit seine Erinnerung - zurück. Und wieder verschlägt es ihn in das Dorf … und er erlebt Unaussprechliches.

Die Geschichte ist in der Ich-Form aus der Sicht von Erich Zann geschildert. Diese erzählt er einem Arzt, von dem er verlangt, ihn nach dem Bericht zu operieren. Ich selber war so gebannt, dass ich das Gefühl hatte, Zann sitzt mir gegenüber. Auch wenn der Autor den Protagonisten und andere Charaktere nicht eingehend beschreibt, wurden alle sehr gut skizziert. Fred Inks Schreibstil hat die Szenen so plastisch aufleben lassen, so dass ich alle Begebenheiten vor mir sehen konnte.

Manche Szenen sind regelrecht eklig, aber sie bleiben doch trotzdem so im Rahmen, dass das Leserhirn noch ein wenig weiter spinnen kann. Die Story kommt ohne detailreiche Beschreibungen von Gewalt aus, was ich absolut als positiv empfinde. Von Anfang bis zum Ende temporeich, konnte mich „Wurmstichig“ absolut überzeugen. Das Thema an sich ist nichts Neues, aber der Autor hat die Atmosphäre gut dargestellt und den Spannungsbogen immer auf dem richtigen Level gehalten.

Das einzige, was mich beim Lesen ein wenig angestrengt hat, waren die nicht vorhandenen Absätze in den einzelnen Kapiteln. So wirkte der Text insgesamt eher geballt.

Fred Ink sagt in seinem Vorwort, dass er sich bei einem Werken von H. P. Lovecraft „bedient“ hat. Dies kann ich leider nicht beurteilen, ich muss zugeben, von ihm – außer ein oder zwei Kurzgeschichten – nichts gelesen zu haben. Begeisterte Leser von Herrn Ink bestätigen aber einige gut eingebaute Verweise.

Fazit: Kein Horror im herkömmlichen Sinne, auch gegruselt habe ich mich nicht (meist gruseln mich Tatsachen mehr als Fiktion). Aber Würmer, egal in welcher Größe, werde ich ab sofort mit anderen Augen betrachten. Und weitere Bücher von Fred Ink werde ich definitiv auch lesen.
 
 
 


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