•  
    Leseliste
  •  
    Vogemerkt
  •  
    Rezension
  •  
    Gelesen
  •  
    Neu

Felix Hänisch

Das Biest in Dir 2
Die Brücke ins Jenseits

  • Autor:Felix Hänisch
  • Titel: Die Brücke ins Jenseits
  • Serie:Das Biest in Dir 2
  • Genre:Fantasy
  • Einband:Taschenbuch
  • Verlag:AAVAA Verlag UG
  • Datum:17 Januar 2012
  • Preis:4,95 EUR

 
»Die Brücke ins Jenseits« (Das Biest in Dir 2) von Felix Hänisch


Besprochen von:
 
Sachmet
Deine Wertung:
(4.5)

 
 
Nur knapp entkommen die Gefährten aus dem Tempel der Alben und ihre Verluste sind hoch. Niemand kommt ohne Blessuren davon, vor allem Therry hat im Tempel viel erlitten, zu den körperlichen Strapazen kommen noch die seelischen Erschütterungen. Allen ist klar, dass sie im Kampf gegen die Alben dringend Hilfe benötigen. Doch wohin und an wen sollen sie sich wenden? Die einst mächtigen und stolzen Elfen sind zu einem Schatten ihrer selbst geworden. Die Zwerge von Mittelberg dienen den Alben, ihr Hass auf die Elfen eint sie. Die Menschen sind untereinander zerstritten, der Orden der Iatas besteht nur noch aus wenigen alten Männern. An wen sollen sich die Freunde wenden, wenn das Ende der Welt bevorsteht? Die Alben schaffen es, immer mehr Verbündete auf ihre Seite zu ziehen, durch Einflüsterungen, Gedankenmanipulation und Täuschungen wiegelt Saparin auch viele Menschen gegen die Elfen auf.
Doch immerhin besitzt Therry nun zwei der legendären "Außergewöhnlichen Achtundsechzig". Schwerter, die in ferner Vergangenheit geschmiedet wurden und ihre Besitzer fast unbesiegbar machen. Mit diesen Schwertern und ihrer Fähigkeit, sich zu verwandeln, besteht sogar eine geringe Chance, dass Therry und Darius einen Gott töten können. Und nicht nur der grausame Gott Loes greift in die Geschicke Epors ein. Wer führt die Freunde zu dem jungen Elfenkönig Esnator und welche Rolle spielt der Elf Killer Kid bei den zukünftigen Ereignissen?

Kommentar:
Natürlich könnte ich mehr über den Inhalt schreiben, doch jedes Wort wäre schon fast ein Spoiler. Schlag auf Schlag folgen die Ereignisse und im Verlauf der Geschichte gibt es viele überraschende Wendungen, welche die Spannung ins unermessliche treiben.

Das zu Beginn aufgeführte Personenregister beinhaltet die Namen vieler Verstorbener. Schon das macht klar, dass der Autor keine Hemmungen hat, seine Protagonisten sterben zu lassen. Wer hier ein heile Welt Geschichte mit Liebe und Happy End erwartet, der wird enttäuscht sein. Das Buch ist gnadenlos, so wie die Welt in der Therry und Darius leben.

Felix Hänisch sieht von langatmigen Wiederholungen ab. Die Brücke ins Jenseits beginnt dort, wo das Urteil der Götter endet und schon der Prolog zeigt, dass der Leser nicht mit Samthandschuhen angefasst wird. Er beschreibt drastisch, ungeschönt und schonungslos die Auswirkungen eines Krieges. Wer den ersten Band der spannenden Geschichte nicht kennt, sollte das umgehend nachholen, denn zum Verständnis einiger Szenarien sollte man das "Urteil der Götter" unbedingt kennen.

Darius und Therry, sind geprägt durch die Ereignisse im Albenwald, härter geworden. Der junge Iatas hat seine Naivität und seinen jugendlich Schwung verloren, er ist zu einem gnadenlosen Krieger gereift. Sein altes Leben im Dorf wirkt wie ein ferner Traum, jetzt bestimmt der Kampf ums Überleben sein Denken und Handeln. Therry, die schon zu Beginn kompromissloser und härter als der junge Mann war, wird von dem Gedanken an Rache angetrieben. Ihr Hass auf die Alben kennt keine Grenzen, doch er blendet sie teilweise auch.

Neben den überlebenden Gefährten aus Band eins: Therry, Darius, Skal, Nubrax und Paro, betreten einige neue Darsteller die Bühne. Ich persönlich finde den Namen Killer Kid absolut unpassend für einen Fantasyroman dieser Art , nichtsdestotrotz drückt der Name genau das aus, was die Figur darstellt. Einen gnadenloser Mörder, der eine blutige Spur durch die gesamte Geschichte zieht. Seine Motive bleiben uns verborgen, seine Taten sind unbegreiflich und bis zum Ende dieses Bandes erschließen sich dem Leser seine Beweggründe nicht. Dem Autor gelingt es dadurch, den Spannungsbogen hoch zu halten und den Leser nahtlos zu Band drei zu führen.

Meines Erachtens legt der junge Autor hier ein sprachlich versierteres Buch ab, als Band eins. Man bekommt das Gefühl, dass Felix Hänisch, wie seine beiden jungen Protagonisten, reifer und erfahrener wird und die Schreibfeder schwungvoller führt. So, als hätte er sich Anregungen und Vorschläge seiner Leser zu Herzen genommen. Wenn dieser Prozess sich fortführt, bin ich gespannt auf Band drei dieser spannenden Serie.

Das Cover ist dezent , macht jedoch neugierig. Diesmal ist es in einem satten blau, alle vier Bände zusammen ergeben eine Einheit, man kann sich diese Bände durchaus in einem Schmuckschuber vorstellen. Vielleicht kommt auch der Verlag, der diesem jungen Autor eine Chance gegeben hat, auf die Idee, Fans würden es sicherlich begrüßen. Im inneren findet der Leser eine Karte von Epsor und ein Personenregister, was dem ganzen noch eine besondere Note verleiht.

Fazit:
Was soll man noch sagen? Her mit" der Wahnsinn kehrt zurück".
 
 
 


Mehr Rezensionen von Sachmet