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Douglas Adams

Das Restaurant am Ende des Universums


 
»Das Restaurant am Ende des Universums« von Douglas Adams


Besprochen von:
 
pelaphina
Deine Wertung:
(4)

 
 
Nachdem unsere Helden den Vogonenschiff dank Arthurs Bedürfnis nach anständigem Tee nur knapp überlebt haben, werden Zaphod und Marvin nach Ursa Minor teleportiert, wo sie von Froschsternkriegern verfolgt werden. Natürlich ist es der arme Marvin, dem die Aufgabe zufällt, die High-Tech-Maschine aufzuhalten.
Nachdem Zaphod mit seinem maßlosen Hang zur Selbstüberschätzung auch den totalen Durchblickstrudel überlebt hat, der dem Menschen seine winzige Stellung im Universum vor Augen hält und damit wahnsinnig macht, findet er eine winzige „Herz aus Gold“ in seiner Tasche und die Gefährten reisen gemeinsam zu Milliways, dem Restaurant am Ende des Universums. Dieses liegt nicht nur räumlich weit am Rand, es zeigt seinen Besuchern auch immer wieder aufs Neue den spektakulären Untergang der Welt. Die dortigen Menüs sind sündhaft teuer, aber erschwinglich, wenn man einen Cent auf ein Sparkonto eingezahlt hat, bevor man durch die Zeit gereist ist. Mit dem Zeitreisen entstehen allerdings auch einige sprachliche Schwierigkeiten.
Vom Restaurant aus geht die Suche weiter nach dem Mann, der die Macht im Universum hat. Die Frage ist, ob sie hinterher überhaupt klüger sind als vorher – oder noch bei klarem Verstand. Auch die Frage nach der Frage des Sinns des Lebens wird in diesem Band enthüllt.

Meinung
Im zweiten Band von „Per Anhalter durch die Galaxis“ kommt Marvin so richtig zur Geltung. Die geballte Macht seiner Deprimiertheit setzt selbst Supercomputer schachmatt.
Besonders gefallen hat mir auch die "Grammatik für Zeitreisende", mit grammatikalischen Verballhornungen wie: „Werden Sie sich nicht darauf gefreut gehabt gewesen sein?“
Es geht erneut reichlich sarkastisch zu, so wird die Entstehung der menschlichen Rasse aus dem „überflüssigen“ Teil der Bevölkerung eines fernen Planeten erklärt – Friseure, Unternehmensberater, Politiker usw. Genauso in sich haben es die moderierte Live-Show über das Ende der Welt und die Abholzung von Wäldern zum Zweck der Wertsteigerung der neuen Blatt-Währung. Jegliche Bürokratie bekommt wieder ihr Fett weg.
Wie in „Per Anhalter durch die Galaxis“ gibt es eine Reihe guter Ideen, absurder Situationen und guter Witze, doch so gut wie Band eins konnte dieser mich nicht amüsieren. Vielleicht liegt es daran, dass einem manches einfach bekannt vorkommt, und die eher mäßigen Witze nun noch weniger lustig sind (Arthurs Begriffsstutzigkeit!).
Zwar werden einige Fragen geklärt, dafür aber neue aufgetan, und das Ende ist ziemlich offen gehalten. Insgesamt zieht sich die Handlung teilweise ein wenig, die Kapitel sind auch ein gutes Stück länger als im Vorgängerband. Von der Lektüre will ich aber keinesfalls abraten.

Band 1: Per Anhalter durch die Galaxis
Band 2: Das Restaurant am Ende des Universums
Band 3: Das Leben, das Universum und der ganze Rest
Band 4: Macht's gut und danke für den Fisch
Band 5: Einmal Rupert und zurück
 
 
 


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