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Daniel Mosmann

Von Kastanien und Knochen

  • Autor:Daniel Mosmann
  • Titel: Von Kastanien und Knochen
  • Serie:
  • Genre:Fantasy
  • Einband:Taschenbuch
  • Verlag:Monsenstein und Vannerdat
  • Datum:01 November 2008
  • Preis:9,90 EUR

 
»Von Kastanien und Knochen« von Daniel Mosmann


Besprochen von:
 
Lanara
Deine Wertung:
(4)

 
 
„Gruselgeschichten“ – dies ist der Untertitel zu diesem Buch. Zu Recht, wie ich finde. 11 Geschichten umfasst dieser Band und jede dieser Geschichten hat einen ganz eigenen, ganz besonderen Reiz. Ob es nun mehr Richtung Horror geht oder aber eher in die Sci-Fi-Ecke eingeordnet werden kann: Die Geschichten ziehen den Leser in ihren Bann.

Die sprachliche Vielfalt des Autoren hat mich schon bei „Auf Pilgerfahrt mit Gevatter Tod“ sehr begeistert und auch bei diesen Kurzgeschichten konnte ich mich von diesem Können wieder überzeugen. Auch wenn manchmal die Protagonisten ein wenig blass blieben, die Atmosphäre in jeder einzelnen Story war fesselnd. So konnte ich förmlich spüren, wie in Kiara („Gesellschaft im Moor“) nach und nach die Angst wuchs und das Gefühl, dass im Moor doch nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Und auch die Melancholie, die von „Regentage“ ausging, war greifbar – fast konnte ich auch Regen auf meiner Haut spüren. Die ein oder andere Geschichte war ein klein wenig vorhersehbar, andere dagegen nahmen unerwartete Wendungen. Und – was ich besonders mochte – die Stories kommen ohne Splatter und Ekel aus.

Was mir auch gut gefiel, waren die Bilder, die jedes Kapitel eingeleitet haben. Kleiner Kritikpunkt allerdings bei der Aufmachung: Zwischen den einzelnen Absätzen hätten sich ein paar Zeilenschaltungen gut gemacht, um die Lesbarkeit (Übersichtlichkeit) zu verbessern.

Folgende Geschichten war meine Favoriten (was nicht heißt, dass mir die anderen nicht gefielen):

Gesellschaft im Moor

Um das Moor ranken sich die unheimlichsten Geschichten … und als ein Wanderer spurlos verschwindet, gibt es natürlich Gerede. Kiara, eine junge Polizistin, verbringt eine Nacht im Wald um zu beweisen, dass es dort eben nichts Unnatürliches gibt. Allerdings ist sie allein im Dunkeln davon doch nicht mehr so überzeugt ...

Der Narrenbrunnen

Fastnacht kann anstrengend sein, vor allem, wenn man das bunte Treiben nicht gewöhnt ist. So „flüchtet“ ein Urlauber in ein nahe gelegenes Dorf, um dem Trubel zu entgehen. Aber was hat es mit dem grotesken Standbild am Brunnen auf sich? Und weshalb sind alle Dorfbewohner körperlich eingeschränkt?

Regentage

Täglich sieht er eine junge, traurig wirkende Frau auf seinen Spaziergängen im Regen. Zuerst ist er neugierig, dann verliebt er sich. Und eines Tages löst sich das Rätsel um ihr Geheimnis … Und dann sieht man an Stelle einer Frau einen jungen, traurigen Mann, der durch den Regen geht.

Im Zug der Zeit

Steffen will Abstand. Abstand von der Familie und von Menschen überhaupt. So setzt er sich eines Abends in einen Zug, ohne festes Ziel. Als er aus einem kurzen Schlaf erwacht, befindet er sich alleine im Abteil … aber wieso ist es totenstill in diesem Zug? Keiner der Plätze ist belegt, selbst der Speisewagen ist verwaist. Und auch mit der Zeit scheint etwas nicht zu stimmen.

Wie Staub im Wind

Nachdem der Kommissar einen grausamen Serienkiller zur Strecke gebracht hat, zog er sich mit seiner Frau völlig aus dem Leben zurück. Sein Nachfolger entdeckt Jahre später Hinweise darauf, dass der Killer wohl überlebt haben muss – und möchte den Kollegen darüber informieren. Doch in dem einsamen Haus warten seltsame Überraschungen.
 
 
 


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