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Cynthia Hand

Unearthly 3
Himmelsbrand

  • Autor:Cynthia Hand
  • Titel: Himmelsbrand
  • Serie:Unearthly 3
  • Genre:Fantasy
  • Einband:Taschenbuch
  • Verlag:rororo
  • Datum:01 August 2013
  • Preis:9,99 EUR

 
»Himmelsbrand« (Unearthly 3) von Cynthia Hand


Besprochen von:
 
Elohym78
Deine Wertung:
(4.5)

 
 
Um Angelas Vision wahr werden zu lassen, gehen die Freundinnen auf die Universität in Californien. Stanford und somit das neue Studentenleben lacht. Während sie sich einleben, versucht Clara verzweifelt, über die Trennung von Tucker hin weg zu kommen, den Tod ihrer Mutter zu verarbeiten und sich voll und ganz auf ihr Studium als Ärztin vorzubereiten. Doch eine immer wieder kehrende Vision drängt sie und Christian, hart zu trainieren. Der Kampf gegen die mächtigen Schwarzflügel steht kurz bevor. Doch in Christians Vision scheint Clara sterben zu müssen.

Das Cover zeigt Clara. Umringt von Bäumen scheint sie zu tanzen. Es wirkt unwirklich, wie in einem Traum, oder eben einer Vision und passt deshalb sehr gut zu Titel und Inhalt des Buches. Ich finde es sehr schön, dass sich die Cover der Trilogie so ähneln und dadurch eine Zusammengehörigkeit symbolisieren.

Für möglich gehalten habe ich es zwar nicht, aber der letzte Teil dieser wunderschönen Trilogie, ist Cynthia Hand noch intensiver gelungen, als die anderen beiden Teile. Atemlose Spannung trifft tiefe Gefühle; Angst und Freude wechseln rasend schnell; hell und dunkel, Gut und Böse vermischen sich. Ein Buch voller Tiefgang, berührend und zugleich voller Esprit und Lebendigkeit. Eine Mischung, die mich von der ersten Seite an begeisterte und dazu verleitete, das Buch nicht mehr aus der Hand zu legen. Die Seiten füllen sich nach und nach mit Inhalt, die Geschichte nimmt Struktur an; bisher Verborgenes drängt an die Oberfläche. Die ersten beiden Teile waren für mich abgeschlossen, aber jetzt wurde mir vor Augen geführt, dass sie mich nur auf dieses packende Finale vorbereitet haben.
Wie eine wilde Achterbahnfahrt entführt Cynthia Hand ihre Leser in die Welt der Engel und der Schwarzflügel. Clara ist ein Engelblut, also eine Mischung aus Mensch und Engel. Diese Wesen leben unerkannt unter uns und helfen den Menschen und zu gleich Gott, das Gute auf der Erde zu halten. Ja, es mag etwas kitschig klingen, aber dank des wunderbaren Schreibstils der Autorin, ist dem überhaupt nicht so. Mehr wie ein Märchen, statt wie ein Roman, öffnete sich ein wundervolle Welt vor meinen Augen, in der nicht alles eitel Sonnenschein ist, sondern eben auch Schatten geworfen werden. Wie bedrohlich diese werden können, wenn man den rechten Weg aus den Augen verliert, zeigt Hand gekonnt auf. Man kann es als Warnung ansehen, oder eben einfach nur als Geschichte. Dies ist dem Leser völlig selbst überlassen, was er aus dem Buch für sich raus zieht. Ich liebe diese wertfreien Schilderungen, da ich dann nicht das Gefühl habe, von dem Autor irgendetwas auf diktiert zu bekommen, sondern mich einfach dem Buch hingeben kann.

Bildlich schildert Cynthia Hand die Handlungsorte, so dass ich mich jeder Zeit ohne Probleme in die spannende Welt von Clara und ihren Freunden hineinversetzen konnte. Der Hauptschauplatz ist diesmal in Californien, an der Stanford Universität. Clara zieht es immer wieder wie magisch angezogen zu Tucker, so dass die Schauplätze schon mal wechselten. Die Sprüngen dienen nicht nur dem Spannungsaufbau, sondern symbolisieren auch gleichzeitig die innere Zerrissenheit Claras.

Mit Clara ist Cynthia Hand eine wundervolle Protagonistin gelungen! Band für Band wird sie erwachsener, reifer und selbstständiger. Dieser Entwicklung folgte ich mit Spannung. Von der etwas naiven Jugendlichen wird Clara von den Ereignissen zu einer bodenständigen jungen Erwachsenen geformt, die ihrem Schicksal nicht auszuweichen versucht, sondern es mit beiden Händen willkommen heißt, wie schwierig es auf den ersten Blick auch schein mag. Diese Stärke bewundere ich und bin froh, dass Hand sie so lebensnah ausgearbeitet hat.
An Claras Seite ist ihre große Liebe Tucker. Ein Farmer wie er leibt und lebt. Bodenständig und ohne Illusionen, ist er der ruhende Part zu ihr. Die beiden ergänzen sich auf unheimliche weise, die ich sehr romantisch fand. Doch leider gerät Tucker immer wieder zwischen die Fronten, so dass Clara sich gezwungen sieht, die Trennung herbei zu führen. Für beide nicht gerade die beste Entscheidung.
Christian hingegen gefällt mir überhaupt nicht. Er ist wenig eigenständig und scheint nur ein Schatten Claras zu sein. Ich finde es sehr schade, dass diese Figur so wenig Eigeninitiative zeigt und mehr auf Clara und ihre Wünsche reagiert, statt sich selber durch zu setzen und zu agieren.
Aber alles in allem sind die Protagonisten sehr gut aufeinander abgestimmt, so dass ich mich in sie und ihre Handlungen ohne Probleme hineinversetzen konnte. Ihre Handlungen waren stets nachvollziehbar und logisch aufgebaut.

Mein Fazit
Ein wunderschöne Trilogie, die ich atemlos, voller Spannung und Magie verfolgte.
 
 
 


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