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Craig DiLouie

Dead 1
Dead

  • Autor:Craig DiLouie
  • Titel: Dead
  • Serie:Dead 1
  • Genre:Horror
  • Einband:Taschenbuch
  • Verlag:Heyne Verlag
  • Datum:10 März 2014
  • Preis:8,99 EUR

 
»Dead« (Dead 1) von Craig DiLouie


Besprochen von:
 
Lanara
Deine Wertung:
(2)

 
 
Es begann mit dem Brüllen. Die Menschen fingen vor Schmerz an zu schreien, fielen um und lagen im Koma. Diejenigen, die verschont blieben, brachten die Betroffenen in Krankenhäuser – dort erwachten sie zwar nach einigen Tagen, aber aus ihnen wurden mordgierige Bestien, die weder vor Familie, Freunden oder Fremden Halt machten und diese bissen oder sogar ermordeten. Innerhalb kürzester Zeit herrscht in der Stadt der Ausnahmezustand. Eine Gruppe Überlebender – ein Pastor, drei Soldaten, eine Polizistin und drei weitere Zivilisten – haben es zusammen geschafft, unbeschadet aus dem Chaos zu fliehen. Auf ihrem Weg treffen sie auf immer mehr Infizierte und auch andere Überlebende. Einem Gerücht zufolge gibt es einen Militärstützpunkt, der Sicherheit verspricht. Doch als sie ihn erreichen, sind sie sich nicht mehr so sicher, ob es die richtige Entscheidung ist, dort zu bleiben.

Wieder einmal ein Zombieroman – davon gibt es ja nun massig und einige davon sind wirklich toll. Craig DiLouie’s „Dead“ musste sich bei mir mit dem Vergleich zu „The Walking Dead“ und der „Tagebuch der Apokalpyse“-Reihe stellen. Leider mit keinem guten Ergebnis.

Die Geschichte ist im Präsens geschrieben, bis auf die Rückblenden, die einen Einblick ins Vorleben der Protagonisten geben. Von einem kurzen Prolog abgesehen, der den Beginn der „Brüllerei“ beschreibt, befindet man sich sofort innerhalb der Überlebendengruppe. Doch eine richtige Verbindung mit den Protagonisten kann man nicht aufbauen, da der Schreibstil an sich sehr distanziert wirkt. Von ihnen wird meistens nur als „die Überlebenden“ gesprochen. Wie sie zusammenkamen wird nur am Rand erwähnt, persönliches erfährt man nur in den Rückblenden. Wirklich sympathisch oder unsympathisch wurde daher keiner der Charaktere. Wie genau es zum Ausbruch der Seuche (war es überhaupt eine Seuche?) kam, erfährt man nicht, auch die Infizierten selbst bleiben nur Nebendarsteller. Auch eine richtige Handlung ist nicht erkennbar. Hauptsächlich verbringen sie ihre Zeit damit, in ihrem Panzer zu fahren, Infizierte zu töten und Lebensmittel etc. zu beschaffen. Erst im letzten Viertel, als sie sich im Lager befinden, bekommen sie eine „richtige“ Aufgabe. Dass sie überhaupt auf dem Weg zu dem Camp sind, erfährt man in einem Nebensatz. Endgültig unglaubwürdig wurde das Ganze dann durch das Auftauchen von seltsamen mutierten Monstern: Affenartige Wesen mit Stachelschwänzen, riesige Kopfähnliche Gewächse auf drei Beinen etc. – allesamt Träger des Virus und hochansteckend, da sie die Menschen – Lebende wie Infizierte – als Brutstätte nutzen.

Mit dem Schreibstil hätte ich mich anfreunden können, allerdings ließ für mich der Rest der Geschichte von Logik und Handlung her sehr zu wünschen übrig, sodass ich mehrmals versucht war, das Buch einfach abzubrechen. Die Hälfte davon habe ich dann nur noch quergelesen.

Fazit:

Ich persönlich mag lieber die „klassischen“ Zombieromane à la „Walking Dead“ und konnte mich mit diesem Werk nicht anfreunden. Den zweiten Teil werde ich eher nicht lesen, da ich trotz des offenen Endes nicht wissen muss, wie es weiter geht.

Infos zur Reihe:

Teil 1: Dead (The Infection), VÖ März 2014
Teil 2: Dead 2 (The Killing Floor), VÖ August 2014
 
 
 


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