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Christoph Hardebusch

Die Werwölfe

  • Autor:Christoph Hardebusch
  • Titel: Die Werwölfe
  • Serie:
  • Genre:Horror
  • Einband:Paperback
  • Verlag:Heyne Verlag
  • Datum:01 September 2009
  • Preis:EUR 14,00 EUR

 
»Die Werwölfe« von Christoph Hardebusch


Besprochen von:
 
Lanara
Deine Wertung:
(3)

 
 
Niccolo ist ein junger italienischer Adliger, der – bevor er auf Wunsch seines Vaters beim Militär eintritt – noch eine Grand Tour absolvieren soll. Diese dient dazu, sich weiterzubilden und sich die Hörner abzustoßen; schlicht: dem Erwachsenwerden. Auf der ersten Etappe wird er von Valentine begleitet, die als Gesellschafterin seiner jüngeren Schwester mit auf dem heimischen Schloss lebt und die er heimlich liebt. Bei Valentines Familie ist er ein gern gesehener Gast und so verbringt er einige Tage in der Schweiz.

Und hier nimmt die Geschichte ihren Lauf. Zufällig lernt er Lord Byron und seine Freunde kennen. Die Gruppe fasziniert ihn mit ihrer Weltanschauung, so dass er immer mehr Zeit mit ihnen verbringt. Nach und nach ergründet er ihr Geheimnis, den Byron, der Arzt Polidori und Percy Shelley sind Werwölfe. Nach einer unheilvollen Nacht muss Niccolo fliehen; ohne ein weiteres Wort zu Valentine verlässt er die Schweiz und bricht ihr Herz. Auf seinen weiteren Reisen quer durch Europa und durch den Orient versucht er fieberhaft, mehr über das Wesen der Werwölfe und vor allem über den Verbleib seiner Freunde herauszufinden. Doch er muss sich vorsehen, denn er wird verfolgt und gejagt …

Der Autor war mir bisher unbekannt und fiel mir erst im Rahmen der Buchmesse auf. Neugierig geworden habe ich mich an „Die Werwölfe“ herangewagt. Sprachlich gesehen hat mir das Buch unheimlich gut gefallen. Die Ausdrucksweise des Autors hat mich zeitlich direkt in das 19. Jahrhundert versetzt. Auch gefiel mir sehr gut, dass Christoph Hardebusch reale Figuren wie George Byron und Mary und Percy Shelley in die Geschichte einbaute und sehr passend mit dem Geschehen verwoben hat. Die Handlungsstränge variieren und bauen doch aufeinander auf, im Ganzen ist die Handlung vielschichtig und spannend. Auch die Handlungsweisen der Charaktere konnte ich (meistens) gut nachvollziehen. Eine absolut gelungene Mischung aus Fantasy, Spannung und Historie!

Wer bei diesem Buch eine reine Werwolfstory erwartet hat, wird allerdings enttäuscht. Denn wir haben es auch mit Vampiren zu tun. Auch die Kirche kommt zu Wort und mit ihr die Inquisition. Und eine weitere, dunkle, kraftvolle Macht. Dies war mir persönlich zum Teil schon wieder zu viel, denn diese Szenenwechsel haben den roten Faden der eigentlichen Geschichte eher verknotet und die Hauptfigur – Niccolo Viviani – blieb vor dieser Fülle an Charakteren eher blass und konnte mich nicht für ihn einnehmen. Auch die Zeitsprünge haben mich eher aus dem Konzept gebracht, obwohl diese für die Handlung wichtig waren.

Mein Fazit: Toller Autor, toller Schreibstil und kein Thema, dass schon bis zum Erbrechen ausgeschlachtet wurde. Leider konnte es mich nicht so fesseln, wie es das eigentlich verdient hat. Trotzdem wird es nicht das letzte Buch von Christoph Hardebusch bleiben, dass ich gelesen habe.
 
 
 


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