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Caragh O'Brien

Der Weg der gefallenen Sterne


 
»Der Weg der gefallenen Sterne« von Caragh O'Brien


Besprochen von:
 
killerbiene75
Deine Wertung:
(4.5)

 
 
Die junge Hebamme Gaia Stone ist nun Anführerin einer Gruppe von Siedlern, die im Ödland aufgewachsen sind. Nach einer schweren Entscheidung Gaias beschließen sie Sylum zu verlassen, da das Überleben der Menschen hier nicht mehr möglich ist. Sie reisen in die Herkunftsstadt Gaias - Warfthon, die hinter den Mauern einer Enklave entstanden ist. Von dort erhoffen Sie sich das dringend benötigte Wasser. Werden Sie dort die erhoffte Hilfe bekommen und werden sie dort mit offenen Armen empfangen? Weder Gaia noch die Siedler haben eine Ahnung, was auf sie zukommen wird.

Autor
Caragh O'Brien wuchs in Minnesota auf und studierte Literatur und Kreatives Schreiben. Nach dem Studium begann sie als Lehrerin zu arbeiten und entdeckte nebenbei die Freude am Schreiben. Sie ist verheiratet und Mutter von drei Kindern. Heute lebt sie mit ihrer Familie und zwei Wüstenrennmäusen in Connecticut.

Buch
Auch im dritten Band ist das Cover ziemlich identisch mit den Vorgänger-Bänden. Man weiß sofort, dass die Bücher zusammen gehören. Lediglich ein paar Details (wie die Grundfarbe und kleinere Dinge) sind anders.

Die Reihe (Trilogie)
1. Die Stadt der verschwundenen Kinder
2. Das Land der verlorenen Träume
3. Der Weg der gefallenen Sterne

Wertung
Der krönende Abschluss der Reihe um die Hebamme Gaia beginnt kurz vor dem Eintreffen in Warfthon, der Stadt vor den Mauern der Enklave. Die beschwerliche Reise und deren Reisevorbereitungen werden nur in knappen Worten beschrieben. Daher fängt auch diese Geschichte wieder sehr spannend an. Der Einstieg ist mir trotz langer Wartezeit sehr leicht gefallen, da die Charaktere in meinem Gedächtnis haften geblieben sind. Auch der leicht zu lesende Schreibstiel überzeugt und fesselt wie schon die vorherigen zwei Bände. Viel wird nicht erklärt, vielmehr wird alles nur grob umrissen, was man wissen sollte. Allerdings ist es nicht zu empfehlen mit dem dritten Teil anzufangen, denn dann würde der Einstig sehr schwer fallen und man würde sich um die ersten zwei fesselnden Bände bringen. Auch "Der Weg der gefallenen Sterne" ist wieder extrem spannend und überzeugt durch den sehr angenehmen Schreibstil.

Zwischen Gaia und Leon knistert es wieder mächtig und dieses Mal stehen die Gefühle der beiden auch weit mehr im Vordergrund als bisher, was meiner Meinung nach auch notwendig war. Peter und Will sind natürlich ebenfalls mit von der Partie. Gaia fühlt sich zwar nach wie vor zu den beiden Chardo-Brüdern hingezogen, aber sie ist nicht mehr hin und her gerissen und hat sich nun endgültig für Leon entschieden.

Warum Gaia und Leon der Meinung sind, dass sie Hilfe und Unterstützung von der Enklave bekommen ist mir noch immer unklar, da sie in der Vergangenheit für Chaos und Unfrieden gegenüber dem Protektor (Leons Vater) gesorgt haben. Und prompt werden sie auch so von ihm empfangen und er weigert sich den neuen Siedlern das lebensnotwendige Wasser zur Verfügung zu stellen. Wieder sind die Protagonisten in einem schier unlösbarem Streit mit dem Protektor und setzen diesen stark unter Druck. Die Verantwortung lastet auf Gaia, die sie nun für die neuen Siedler hat, aber sie hat zum Glück starke Freunde um sich, die ihr helfen.

Gaia wirkt sehr erwachsen und selbstischer, um dann im nächsten Moment sehr ängstlich und unentschlossen zu sein. Auf jeden Fall habe ich beim Lesen immer wieder vergessen, dass Gaia und auch Leon beide noch Jugendliche sind und das 20. Lebensjahr noch nicht erreicht haben.

Trotz vieler böser Vorahnungen rennt Gaia immer wieder in eine Falle hinein und ignoriert Ihr Bauchgefühl, das sie warnen sollte. Manchmal verrennt sie sich völlig und ohne Plan um dann von Ihren Freunden gerettet zu werden. Ein andern mal beweist sie so viel Weitblick, wie man es von einer weisen alten Frau (oder Mann) erwarten würde.

Die Geschichte dreht sich viel um Vertrauen, Freundschaft und auch Mutterliebe, allerdings auch Verrat und Wut. Leons Vater bleibt nach wie vor der Böse und zeigt auch diesmal keine freundlichen Züge und er hintergeht Gaia und Leon wo es nur möglich ist. Gaia ist zwar nach wie vor Hebamme, aber leider kommt das in diesem Band überhaupt nicht zum Tragen. Sie hat eher die Rolle der Matrarchin (Oberhaupt der Siedler) eingenommen und diese Rolle steht ihr ganz gut. Dennoch hätte ich ihr mehr von ihrer Funktion als Hebamme gewünscht, denn diese Rolle stand ihr deutlich besser.

Das Ende ist anders, als ich es erwartet hätte, aber dennoch sehr überzeugend und gut gewählt. Alles wird aufgeklärt und dieses Mal bleiben keine offenen Fragen zurück.

Fazit
Ein toller und spannender Abschluss einer Reihe, die man gelesen haben sollte.
 
 
 


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