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Ann Aguirre

Die Enklave

  • Autor:Ann Aguirre
  • Titel: Die Enklave
  • Serie:
  • Genre:SF
  • Einband:Taschenbuch
  • Verlag:Blanvalet Taschenbuch Verlag
  • Datum:16 Mai 2011
  • Preis:EUR 14,00 EUR

 
»Die Enklave« von Ann Aguirre


Besprochen von:
 
killerbiene75
Deine Wertung:
(4)

 
 
Eine Jugendliche bekommt am Namensgebungstag den Namen Zwei. Ab da ist sie eine Jägerin, die dafür sorgen muss, dass die anderen in Ihrer Enklave vor den Freaks geschützt sind. Sie bekommt Ihren Partner Bleich zugewiesen und die Beiden kämpfen gegen die Freaks. Doch diese Monster scheinen intelligenter zu werden. Bleich und Zwei erzählen den Ältesten davon, aber Ihre Warnungen werden ignoriert. Als Zwei an die Erdoberfläche verbannt wird, geht Bleich mit ihr. Ein scheinbar sicherer Tod. Doch Bleich kommt von der Oberfläche und dort oben erwarten die beiden eine Menge neuer Abenteuer.

Die Autorin Ann Aguirre, geboren 1970, ist eine amerikanische Bestseller-Autorin mit einem Abschluss in Englischer Literatur. Bevor sie sich ganz der Schreiberei widmete, arbeitete sie als Clown, Buchhalterin, Synchronsprecherin und als Retterin von streunenden Kätzchen. Sie schreibt vor allem Science-Fiction- und Fantasy-Romane und lebt mit Familie in Mexiko.

Das Buch
Die Taschenbuchausgabe hat ein sehr schönes Cover, das allerdings ein wenig an andere bekannte Bücher erinnert. Die Enklave ist ein abgeschlossener Band, der jedoch einige Fragen offen lässt. Einen Hinweis habe ich im Buch nicht gefunden, der darauf deutet, daß es sich um den Auftakt einer Trilogie handelt. Aber im Internet habe ich einige Hinweise darauf gefunden.

Wertung
Die Autorin Ann Aguirre hat eine Welt erschaffen, die dem Leser eine Gänsehaut bereitet. Die beschriebenen Personen haben ihre Stärken, aber auch ihre Schwächen. Es sind keine perfekten und strahlenden Helden im Buch zu finden. Die Protagonisten sind gerade wegen ihrer Schwächen interessant und wirken auf mich recht sympathisch.

Den Namen der Jägerin Zwei finde ich persönlich nicht sehr gut gewählt. Aber die Idee der Namensgebung ist dennoch neu und interessant. Der Leser gewöhnt sich sehr schnell an die vielen ungewöhnlichen Namen. Die Welt unter der Erde ist düster und gefährlich und niemand überlebt dort den 30. Geburtstag. Die Nahrung im Tunnelsystem ist knapp und die Freaks dezimieren den Bestand der Enklave deutlich. Die Menschen haben sich unter die Erde zurück gezogen und glauben daran, dass sie auf der Erdoberfläche nicht mehr leben können, weil die Sonne einen verbrennt und der Regen die Haut verätzt. Als die Jägerin an die Oberfläche verbannt wird geht ihr Partner Bleich mit ihr. Die Autorin vergisst an dieser Stelle zwar nicht, dass die Jägerin immer nur in den engen Tunneln gelebt hat und nie Tageslicht zu Gesicht bekommen hat, aber dennoch fand ich es recht unrealistisch, wie schnell sich Zwei an die Weite der Oberfläche gewöhnt hat. Das einzige was die Heldin weiterhin belastet ist das Tageslicht, woran sie sich erst gewöhnen muss. Gemeinsam mit Bleich lernen sie zwei weitere Menschen kennen und müssen immer wieder gegen die Freaks kämpfen.

Diese Zombies sind sehr vage beschrieben und völlig geschlechtlos. Sie haben die Augen der Menschen, aber ansonsten sind sie missgestaltet. Detaillierter werden sie nicht beschrieben. Die Spannung bleibt ein wenig auf der Strecke, da die Kampfszenen immer schnell vorbei sind und schon auf der nächsten Seite sind die Wunden der Protagonisten vergessen. Das ist zwar sehr schade, aber dennoch ist das gesamte Buch recht spannend geschrieben und die Charaktere handeln auch sehr glaubwürdig.

Die Liebesgeschichte steht hier nicht im Vordergrund, sondern ist dezent gehalten und es wird viel Wert auf die Welt der Menschen und die Handlung gelegt.

Am Ende des Buches gibt es ein Nachwort, worin die Autorin einige Ihrer Quellen bekannt gibt und auch genauer beschreibt, was auf der Welt passiert sein könnte.

Fazit Auch wenn die Kampfszenen schnell vorbei sind und die Helden immer gegen eine schiere Übermacht an Freaks gewinnen, kommt immer noch genug Spannung auf, dass man das Buch erst wieder aus der Hand legen kann, wenn man das Ende erreicht hat. Leider lässt die Autorin den Leser im Unklaren über die Beziehung zwischen Bleich und Zwei. Eine gelungene Dystopie, die jedem Fan dieses Genres gefallen wird.
 
 
 


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